![]()
Empfehlungen und Tips für erfolgreiches mentales Training
Umgebung, Gesundheit, Ernährung, körperliche Voraussetzungen:
Familien- oder Beziehungsprobleme -- Trainingsraum -- Ernährung und Schlaf -- Alkohol und Medikamente -- Psychopharmaka und Drogen -- Zigaretten, Zigarren, Pfeife
Umgang mit dem Trainingspartner:
Rollenwechsel -- Offenheit -- Geduld -- Mentale Fitneß -- Rolle des Coachs -- Auseinandersetzungen -- Bewertungen -- Abbruch von Übungen -- Wechsel von Trainingspartnern -- Bedauern und Mitleid -- Pannen -- Irreparable Schäden -- Sexuelle Beziehungen -- Bewahren von Geheimnissen
In den hier folgenden allgemeinen Empfehlungen fassen wir die Erfahrungen langjähriger Experten zusammen. Natürlich werden Sie selbst wissen müssen, was Sie davon in Ihrer persönlichen Situation wie umsetzen möchten - bitte betrachten Sie diese Ratschläge nicht als Vorschriften, die Ihren Handlungsspielraum einschränken, sondern als generelle Richtlinien, die Ihrer Arbeit zu dauerndem Erfolg verhelfen.
Umgebung, Gesundheit, Ernährung, körperliche Voraussetzungen:
Familien- oder Beziehungsprobleme: Befassen Sie sich nicht mit
mentalem Training, wenn das in Ihrer Beziehung oder Familie zu Unfrieden führt.
Sollte es zu einem Streitpunkt werden und Sie das Gefühl haben, daß Ihr Partner oder ein Familienmitglied mit seiner negativen Einstellung zu Ihrer Arbeit an geistigen Dingen einen wesentlichen Teil Ihres Lebens zerstören würde, wird es sich nicht vermeiden lassen, die Beziehung als solche zu diskutieren und eventuell auf eine neue Basis zu stellen.
Unter solchem Streß wird mentales Training keine dauerhaft guten Ergebnisse bringen. Befassen Sie sich lieber mit Ihrer Beziehung! Vielleicht möchten Sie uns aber anrufen, damit wir Sie dabei beraten.
Trainingsraum: Achten Sie darauf,
daß Ihre Trainingssitzungen in einer angenehmen Umgebung stattfinden, mit so wenig
Störungen wie möglich. Wenn Sie das Telefon nicht abschalten können, haben Sie
vielleicht einen Raum, wo Sie es nicht hören können.
Ernährung und Schlaf: Achten Sie auf vollwertige Ernährung und
ausreichenden Schlaf sowohl bei sich selbst als auch bei Ihrem Trainingspartner.
Ein geistiges Wesen, dessen Körper in schlechtem Zustand ist, hat ein unterschwelliges Problem mit diesem Körper, das seine Aufmerksamkeit von der Arbeit an geistigen Dingen abzieht (das gilt übrigens nicht nur für mentales Training!)
Alkohol und Medikamente: Alkohol und manche Medikamente sind
ebenfalls Faktoren, die mentales Training nicht eben fördern. Wir empfehlen einen Abstand
von 24 Stunden zwischen dem Genuß von Alkohol oder der Einnahme von Medikamenten
(ausgenommen Dauer-Medikation für Blutdruck usw.) und der nächsten Trainingssitzung.
Psychopharmaka und Drogen: Bewußtseinsverändernde Drogen,
Marihuana und Psychopharmaka (Aufputschmittel, Tranquilizer) empfehlen wir während der
Arbeit mit mentalem Training ganz zu vermeiden, da sich die Wirkungen des Trainings mit
den Wirkungen dieser Substanzen überschneiden könnten und daher kein exaktes Arbeiten
mehr möglich ist.
Die möglichen Langzeitwirkungen auf den Körper - immerhin Ihr wichtigstes Trainingswerkzeug - sind ein weiterer Faktor. Halten Sie einen Abstand von mindestens einer Woche ein, wenn Sie mit mentalem Training anfangen möchten und in der Vergangenheit Drogen genommen haben. In diesem Fall kann es auch nötig sein, ein Entgiftungsprogramm zu machen.
Zigaretten, Zigarren, Pfeife: Arbeiten Sie nicht in einem
verrauchten Zimmer. Wenn Sie oder Ihr Trainingspartner (oder beide) Raucher sind, machen
Sie Pausen und rauchen Sie draußen.
Wörter nachschlagen: Generell - nicht nur beim mentalen
Training - ist es empfehlenswert, etwaige Wörter in den Trainingsunterlagen, deren
Bedeutung Sie nicht genau kennen, mit Hilfe eines Wörterbuches zu definieren. Natürlich
können Sie auch Ihren Trainingspartner oder Familienmitglieder danach fragen.
Regelmäßige Wiederholungen: Je
öfter Sie die Übungen durchführen, desto eher werden sie Ihnen nützen. Es geht dabei
nicht nur darum, einzelne Erfahrungen (Schocks usw.) in Ihrer Vergangenheit aufzuarbeiten
und deren eingefrorene Lebensenergie zurückzugewinnen, sondern vor allem auch, die
Präsenz in der Gegenwart und die geistige Reichweite auf Dauer zu stärken.
Das ist in vielen Fällen eine große Umstellung gegenüber dem Ausgangsstadium, die nur durch regelmäßige Wiederholung über einen längeren Zeitraum erreicht werden kann.
Umgang mit dem Trainingspartner
Rollenwechsel: Sie selbst und Ihr Trainingspartner haben
abwechselnd die Rolle des Studenten und des Coachs. Es wäre nur fair, darauf zu achten,
daß jeder von Ihnen annähernd gleich viel Gelegenheit zum Üben bekommt.
Offenheit: Wenn Sie der Student sind, ist es förderlich für
die Arbeit, alles, was Ihnen durch den Sinn geht, offen zu äußern und nichts
zurückzuhalten. Speziell negative Gedanken oder Emotionen wie Wut, Angst,
Hoffnungslosigkeit oder Kummer sind ein Zeichen dafür, daß alte Energieströmungen zu
fließen beginnen und Sie bei der Arbeit einen Fortschritt erleben.
Geduld: Ihr Coach sollte in diesen Situationen genügend Geduld
aufbringen, Ihnen zuzuhören. Er sollte Ihre Stimmungsschwankungen zulassen und Sie dabei
unterstützen, durch diese schwierigen Phasen durchzugehen. Nur wenn Sie durchgehen,
werden sie sich schließlich auflösen und nicht mehr zurückkommen. Wenn Sie den Mut
verlieren und flüchten, wird die nächste Schwierigkeit im Leben die selben negativen
Gefühle wieder auslösen.
Mentale Fitneß: Mentales Training ist keine
"Behandlung", sondern das Fitneßtraining für den Geist. Es ist ganz normal,
daß man am Anfang viel weniger fit ist als nach einigen Wochen der regelmäßigen Arbeit.
Auch ein geistiger "Muskelkater" in Form negativer Gefühle ist normal. Je
länger und konzentrierter Sie arbeiten, desto wohler werden Sie sich schließlich
fühlen.
Rolle des Coachs: Wenn Sie gerade die Rolle des Coachs
überhaben, achten Sie bitte genau darauf, daß Sie Ihren Trainingspartner niemals
entmutigen, schlecht machen, beleidigen oder beschimpfen. Besonders wenn er Ihnen Dinge
anvertraut, für die er sich schuldig fühlt, ist er auf Ihre Geduld und Ihr Verständnis
angewiesen. Als Coach sprechen Sie so wenig wie möglich. Hören Sie nur zu und
bestätigen Sie, und stellen Sie die nächste Frage aus der Prozedur, mit der Sie gerade
arbeiten.
Auseinandersetzungen: Streit
oder Diskussionen haben in einer Trainingssitzung nichts verloren (natürlich werden Sie
in Ruhe besprechen wollen, wie Sie beim Training vorgehen - dagegen ist nichts
einzuwenden). Wenn Sie unbedingt diskutieren müssen, beenden Sie die Sitzung und
diskutieren Sie dann.
Vielleicht möchten Sie aber auch die "Prozedur zum Bereinigen von Beziehungen" gegenseitig miteinander durcharbeiten. Dabei ist es günstig, wenn immer einer von Ihnen für einige Minuten der Coach ist, dann der andere, dann wieder der eine usw.
Achten Sie dabei unbedingt auf den richtigen Wechsel der Rolle: als Student dürfen und sollen Sie alles offen sagen und vollständig ausdrücken (auch Ihren Ärger über den Coach oder Ihre Kritik an ihm) - aber als Coach sind Sie unerschütterlich ruhig und niemals negativ gegenüber Ihrem Studenten. Üben Sie diesen Rollenwechsel, wenn Sie damit Schwierigkeiten haben.
Bewertungen: Als Coach steht Ihnen
auch keine Meinung über die Ansichten des Studenten zu. Es ist so, wie der Student sagt,
daß es ist. Sie haben genügend Zeit, Ihre Meinung zu äußern, wenn Sie die Rollen
gewechselt haben und Ihr Trainingspartner der Coach ist.
Abbruch von Übungen: Brechen Sie als Coach eine Übung nur ab,
wenn sie einen positiven Gewinn gebracht hat, und nicht davor. Falls Sie den richtigen
Zeitpunkt übersehen haben - egal ob Sie das selbst bemerken oder Ihr Student Sie darauf
aufmerksam macht -, erwähnen Sie das kurz und beenden Sie die Übung. Bitten Sie den
Studenten, seine Aufmerksamkeit wieder auf den Punkt zu richten, an dem er seinen Gewinn
hatte.
Wechsel von Trainingspartnern: Arbeiten Sie nach Möglichkeit
mit einem ständigen Partner. Natürlich sollten Sie nicht zu üben aufhören, wenn Ihr
Trainingspartner verreist oder aus anderen Gründen nicht verfügbar ist, aber eine
stabile Partnerschaft bringt grundsätzlich bessere Ergebnisse, als jeden Tag mit jemand
anderem zu üben.
Bedauern und Mitleid: Mitleidsäußerungen bringen im mentalen
Training ungefähr ebensoviel wie im Fitneß-Center, nämlich gar nichts. Wenn sich Ihr
Partner in seiner Rolle als Student beklagt, daß es ihm schlecht geht, helfen Sie ihm mit
einer ruhigen Ermutigung mehr, als wenn Sie ihn bedauern. Training ist nie bequem. Es ist
eine Sache des Fingerspitzengefühls, das richtige Ausmaß an Belastung zu finden, das
Ihrem Partner erlaubt, seine geistigen "Muskeln" zu entwicklen, ohne sich dabei
zu verletzen.
Pannen: Auch Pannen gibt es von Zeit zu Zeit. Wenn Sie als Coach
das Gefühl haben, daß es diesmal wirklich gründlich schiefgegangen ist, keine der
Prozeduren in diesem Büchlein in irgendeiner Weise hilft, und auch von unserer Seite
keine Hilfe möglich war, gönnen Sie Ihrem Studenten ein paar Tage der Erholung. Im
Zeitraum von 3 - 10 Tagen wird er sich genügend entspannt und beruhigt haben, daß Sie
die Sache erneut in Angriff nehmen und in kleinen Portionen aufarbeiten können.
Irreparable Schäden: Im mentalen Training kommt so etwas nicht
vor - haben Sie keine Angst, daß Sie Ihrem Partner etwaige irreparable geistige Schäden
zufügen könnten!
Der Verstand hat eine Sicherung, die es verhindert, daß etwas völlig Unerträgliches in Sichtweite kommt. Erinnerungen oder Erfahrungen, die Ihren Trainingspartner geistig zerstören würden, läßt der Verstand einfach nicht zu - solche Erinnerungen bleiben so lange unterbewußt, bis durch systematische Arbeit genügend innere Kraft aufgebaut worden ist, daß sie stückchenweise angesehen und aufgearbeitet werden können.
Diese Sicherung kann im Rahmen des mentalen Trainings absolut keinesfalls kurzgeschlossen werden. Es gibt keine Frage und keine Übung, die Ihrem Partner einen irreparablen geistigen Schaden zufügen könnten.
Der einzige Weg, diese Schutzmechanismus des Verstandes außer Kraft zu setzen, ist durch bewußtseinsverändernde Drogen (LSD usw.) - aber selbst die Auswirkungen eine solchen "Horror-Trips" können mit geduldiger Arbeit gemildert und nach einer gewissen Zeit wieder behoben werden, da auch sie nichts anderes sind als Erzeugnisse der mentalen Energie des geistigen Wesens. Damit ist es einzig und allein eine Frage der geistigen Kraft, wann und wie sie zugänglich werden und aufgelöst werden können.
Sexuelle Beziehungen: Mentales Training zwischen Ehepartnern,
Lebensgefährten und Personen, die sexuelle Beziehungen miteinander haben oder sexuelle
Gefühle füreinander entwickeln, kann unter Umständen heikel sein.
Die Rolle des Coachs ist mit der Rolle in der Beziehung nicht immer vereinbar. Es kann auch sein, daß Sie in der Rolle des Studenten zögern, sich unbekümmert zu offenbaren, da Sie vielleicht gewisse Gedanken Ihrem Sexualpartner lieber nicht anvertrauen möchten - sei es, um ihn nicht zu verletzen, oder aus anderen Gründen.
Wenn Sie kein gutes Gefühl dabei haben, mit einem Sexualpartner mentales Training zu machen, arbeiten Sie lieber mit jemandem, zu dem Sie keine sexuelle Beziehung haben.
Auf keinen Fall sollten Sie das Vertrauen eines Trainingspartners dazu ausnützen, ihn oder sie zu sexuellen Aktivitäten zu überreden oder zu nötigen. So etwas zerstört die Vertrauensbasis und ist außerdem unter Ihrer Würde.
Bewahren von Geheimnissen: Verraten Sie nie, niemals und unter
keinen Umständen die Geheimnisse, die Ihnen Ihr Student während der Trainingssitzung
anvertraut hat. In der katholischen Kirche hat es Priester gegeben, die lieber gestorben
sind, als die Geheimnisse ihrer Beichtkinder zu verraten!
Falls Sie dadurch in rechtliche Schwierigkeiten geraten, weil Sie z.B. als Zeuge aussagen müssen, versuchen Sie, Ihre Sitzung zur Beichte zu erklären, auch wenn es keine offizielle kirchliche Beichte ist, oder Sie womöglich gar keiner Religion angehören. Vielleicht akzeptiert das Gericht die Idee einer Art Not-Beichte, wie die Kirche auch eine Not-Taufe kennt, und Sie können sich auf das Beichtgeheimnis berufen.
Es ist eines der wichtigsten Prinzipien im mentalen Training, daß Fehler und schädliche Handlungen zugegeben und in Ruhe betrachtet und analysiert werden können, ohne daß sie bestraft werden. Nur wenn er sich dessen völlig sicher sein kann, wird Ihr Partner es wagen, sich mit diesen ohnehin schon sehr schmerzhaften Erlebnissen zu beschäftigen und seine persönliche Ethik zu hinterfragen und zu verbessern.
Wenn Sie nicht sicher sind, daß Sie die Geheimnisse Ihres Trainingspartners bewahren können, verzichten Sie lieber auf die Rolle des Coachs. Es ist überhaupt eine gute allgemeine Richtlinie, alle Dinge, die Sie in Trainingssitzungen von Ihrem Partner erfahren zu haben, für sich zu behalten.
Lesen Sie sich diese Empfehlungen von Zeit zu Zeit wieder durch, und schlagen Sie hier nach, wenn Sie während der Arbeit unsicher werden oder Fragen haben.
Wir würden uns auch über Ihr Feedback freuen. Rufen Sie an oder schreiben Sie uns ein paar Zeilen mit Ihren Erfahrungen. Wir lernen gerne dazu.
- oder lesen Sie mehr auf unserer
![]()
- or return for more information
to our ![]()
This page last changed on: 22. Dez 09