SICH SELBST KLÄREN KAPITEL 27 : SICH SELBST IN BEWEGUNG HALTEN
Nun sollten Sie eine ansehnliche Anzahl Techniken beherrschen und sich besser damit auskennen, wie man durch schwierige Bereiche hindurchkommt.
Wenn Sie sich durch verschiedene Bereiche hindurcharbeiten, lösen sich einige so tiefgehend auf, daß sie Sie nicht mehr beeinflussen. Andere werden nur gemildert, so daß man leichter damit umgehen kann, aber sie zeigen sich auch weiterhin im täglichen Leben.
Nehmen wir zum Beispiel den Bereich der Probleme. Im Grunde erschafft man selbst seine eigenen Probleme. Die Gründe und mechanischen Abläufe sind recht umfangreich. Sie ziehen sich schon seit unzähligen Leben im Verlaufe vieler Universa so hin. Man könnte sagen, daß das allgemeine Thema der Probleme sich bis in die ganz tief verschütteten Bereiche des Unterbewußten hin fortzieht.
Wenn Sie Ihre Sache beim Durchführen der Prozesse gut machen - beispielsweise bei denen aus einem früheren Kapitel, die sich mit dem Bereich der Probleme befassen - dann können Sie sie auseinandernehmen und erhebliche Erleichterung verspüren.
Die ganz frühen Probleme, die man als gottesähnliches Superwesen hatte, setzen sich auch weiterhin auf gewöhnliche Weise im alltäglichen Leben fort.
Gelegentlich, wenn Sie eines davon auflösen oder einen sehr grundlegenden Mechanismus in diesem Bereich konfrontieren, dann nehmen Sie nicht nur etwas auseinander, was Ihnen derzeit Schwierigkeiten macht, sondern Sie erleichtern auch tief verborgende Ladung, zu der Sie im Moment keinen Zugang haben. Manchmal gehen diese Dinge sozusagen bis zum Fundament hinunter.
Dies kann zu einer größeren Befreiung führen, so daß das ganze Thema einfach wegfällt und Ihnen keinen Ärger mehr bereitet. Beispielsweise könnte man damit aufhören, Probleme zu haben. Das könnte nur zeitweilig so sein oder extrem stabil, so daß es Jahre oder sogar mehrere Leben lang anhält.
Wenn Sie einen größeren Befreiungspunkt in einem Bereich erreicht hatten und er wieder instabil wird, dann kann man ihn rehabilitieren. Hierzu findet man den Augenblick, als die Befreiung stattfand und was zu der Zeit geschah.
Wenn es sehr instabil ist, dann besteht die Lösung darin, mehr Prozesse zu dem Thema durchzuführen. So erhält man eine größere stabilere Befreiung. Wenn diese äußerst stabil ist, dann belassen Sie es am besten dabei und arbeiten in anderen Bereichen, wo Sie noch nicht so fortgeschritten sind.
Es gibt viele Bereiche von Ladung und Schwierigkeiten. Wenn Sie diese zu größeren Befreiungspunkten bringen, dann werden Sie feststellen, daß Sie an mehr und mehr der tief verborgenen Dinge herankommen. Schließlich erreichen Sie das felsige Fundament und können diese Störquellen vollständig auslöschen. In den frühen Stufen ist das aber nicht praktisch durchführbar.
Das bedeutet, daß man sich mit Ladung befassen muß, die im täglichen Leben aufgerührt wird. Beachten Sie aber, daß diese Ladung vom Geistwesen selbst erschaffen wurde. Im Grunde ist das Wesen selbst eine schöpferische Kraft. Nur das Wesen kann sich selbst in eine Falle bringen.
Wenn Sie bedeutsame Befreiungspunkte erlangen, könnten Sie feststellen, daß alles kurzfristig besser wird. Ihr Fortschritt ermutigt Sie dazu, für sich selbst keine Schwierigkeiten mehr zu erschaffen. Ihr Selbstvertrauen und Ihr Selbstbewußtsein werden sich bessern, und das alleine führt schon dazu, daß das Leben besser läuft.
Das trifft zu, solange Sie gut vorankommen und Fortschritte erzielen.
Gewinne, die sich als Nebenwirkung des guten Vorankommens einstellen, verlassen Sie unglücklicherweise, wenn die Dinge schlecht laufen.
Die anderen Gewinne, die daher kommen, daß Sie wirklich Dinge konfrontierten, Fähigkeiten entwickelten und verschiedene aberrierende Mechanismen zerlegten, haben Sie sich durch Ihre eigenen Bemühungen verdient. Sie werden in guten und in schlechten Zeiten mit Ihnen bleiben. Dies sind die stabilen Gewinne, die nicht erschüttert werden können.
Stellen Sie sich einen unerwünschten elektrischen Schaltkreis vor, der aufgeladen und entladen werden kann. Wenn er entladen ist, dann haben Sie größere Freiheit und Macht. Wenn er aufgeladen ist, behindert er sie. Die stabilen Gewinne kommen daher, daß man Teile des Schaltkreises entfernt, so daß er sich nicht mehr aufladen kann. Die zeitweiligen Gewinne kommen daher, daß man den verbleibenden Schaltkreis in entladenem Zustand hält.
In Scientology wird der geladene Zustand als 'restimuliert' bezeichnet. Das bedeutet, daß verschiedene Dinge, die in den verborgenen Bereichen des Verstandes vergraben sind, aufgerührt oder erneut stimuliert wurden ( re- stimuliert ). Die entgegengesetzte Situation, wenn Dinge sich im Ruhezustand befinden, bezeichnet man als 'destimuliert'.
Wenn man eine subjektive Prozeßanweisung erteilt, dann restimuliert man absichtlich die spezielle Sache, auf die die Anweisung abzielt. Das ist, wie wenn man etwas Strom durch den speziellen Schaltkreis laufen läßt, an den man sich heranmacht, um ihn auseinanderzubauen.
Aber es ist wünschenswert, alles andere destimuliert zu haben, so daß man seine maximale Stärke gegen das Ziel, das man sich vorgenommen hat, einsetzen kann. Das führt dazu, daß Prozesse viel schneller ablaufen und tiefer greifen.
Jemand, der professionell Prozesse durchführt, wird oft zuerst daran arbeiten, Dinge zu destimulieren. Erst dann versucht er, größere Prozesse an der Person durchzuführen. Er wird die aktuellen Verstimmungen und Probleme und dergl. bereinigen, bevor er sich allgemein an die Mechanismen wendet.
Für die Selbstprozesse war eine andere Vorgehensweise erforderlich. Daher haben die ersten Kapitel sich auf Prozesse konzentriert, die sogar in Anwesenheit schwerer Ladung funktionieren, und die meist eine destimulierende Wirkung haben. Wenn man einfach nur Dinge wahrnimmt, die man mag, oder sich an angenehme Augenblicke erinnert, wird die Restimulation schon verringert.
Es wurde auch davon ausgegangen, daß jeder ein paar Kapitel finden kann, die für ihn einfach sind und die er sogar beim ersten Durcharbeiten des Buches bis zu einem größeren Befreiungspunkt bringen kann. Das wird die meisten Leute in einen destimulierten Zustand versetzen, in dem das Selbstvertrauen und das Vorankommen ihre Geschwindigkeit und Stärke soweit verbessert, daß auch die Bereiche, die sie schwieriger fanden, erfolgreich angegangen werden können.
Aber man kann gelegentlich steckenbleiben, und Vorfälle im Leben können einem in die Quere kommen. Und es kann eine bedeutende Zeit und Arbeit in Anspruch nehmen, bis man wieder seine Stärke zurückgewonnen hat, wenn man gestoppt worden war.
Es ist einfacher, sich selbst in gutem Zustand zu halten und gut voranzukommen, indem man restimulierende Dinge aus dem Weg räumt, die einem in die Quere kommen - so, wie es auch ein Profi tun würde. Wenn Sie sich bis hierhin durch das Buch hindurchgearbeitet haben, dann sollten Sie über genug Techniken verfügen, um das erfolgreich zu tun.
27.1 Die Rudimente
Die Bezeichnung Rudimente ( oder abgekürzt "Ruds" ) werden so bezeichnet, weil sie sehr grundlegend sind.
Dies sind die 3 wichtigsten Punkte, die die meisten Schwierigkeiten machen, wenn man sie ignoriert. Sie wissen bereits, wie man sie in Ordnung bringt.
27.1.1 Gibt es einen ARK-Bruch ( Verstimmung )
Verwenden Sie den unter 22.3 aufgeführten Prozeß ( wie man eine Verstimmung in Ordnung bringt ).
27.1.2 Gibt es ein gegenwärtiges Problem ?
Verwenden Sie den unter 15.8 aufgeführten Prozeß oder jeden anderen Problem- Prozeß, mit dem Sie vertraut sind. Wenden Sie ihn auf das spezielle Problem an, mit dem Sie Schwierigkeiten haben.
27.1.3 Wurde eine Zurückhaltung ( Withhold ) beinahe herausgefunden ?
Verwenden Sie die Vorgehensweise für verfehlte Zurückhaltungen ( missed withholds ) aus 19.7 .
Wer professionell Prozesse durchführt, überprüft diese üblicherweise zu Beginn jeder Sitzung.
Sie können sie in diesem Moment überprüfen und alle in Ordnung bringen, die gerade vorhanden sind. Wenn Sie eine Zeit lang kein Prozessing durchführen, beginnen Sie, indem sie diese überprüfen. Wenn Sie regelmäßig Prozessing machen, müssen Sie diese nicht jedesmal prüfen, wenn Sie sich für eine Sitzung hinsetzen. Denn Sie werden wissen, wenn eines der Rudimente im Leben auftritt. Falls das geschieht, beheben Sie es einfach bei der nächsten Gelegenheit.
Wenn Ihre Aufmerksamkeit auf eine Verstimmung, ein Problem oder eine verfehlte Zurückhaltung ( missed withhold ) fixiert ist, funktionieren subjektive Techniken üblicherweise nicht gut - es sei denn, sie wenden sich direkt an diese Angelegenheit.
Objektive Techniken hingegen funktionieren üblicherweise und könnten sogar erforderlich werden, wenn Sie zu verstimmt sind, um die Schritte zur Handhabung des Rudiments durchzuführen. Der allererste Prozeß in Kapitel 1 ist hierfür besonders gut geeignet ( das ist einer der Gründe, warum er als erstes vorgestellt wurde ).
Wenn Sie z. B. solch einen schlimmen ARK-Bruch haben, daß Sie sich nicht einmal auf die Schritte konzentrieren können, um ihn zu beheben, dann schauen Sie sich um. Sehen Sie auf Gegenstände in der Umgebung, bis Sie sich selbst genug im Griff haben, um die direkte Behebung des ARK-Bruches zu versuchen.
27.2 Andere Rudimente
Obwohl die 3 oben Genannten am Häufigsten den Fortschritt behindern, können auch andere Rudimente verwendet werden.
Sie können tatsächlich ein Rudiment durchführen, um etwas, was gerade passiert ist, zu bereinigen ; das gilt für alle Bereiche von Aberrationen, über die Sie genug gelernt haben. Das umfaßt möglicherweise viele Kapitel dieses Buches. Viele Kapitel wenden sich an aberrierte Bereiche. Es gibt gewöhnlich eine Technik, mit der man im Schnellverfahren eine spezielle Sache bereinigen kann, über die Sie gestolpert sind.
Wenn ein Thema bis zu einem stabilen Befreiungspunkt behandelt wurde, werden Sie diesbezüglich üblicherweise keine Schwierigkeiten haben. Und wenn doch, dann sollten Sie es meist durch Konfrontieren und Anwendung Ihres Wissens, das Sie zu dem Thema haben, bereinigen können. Aber wenn Ihnen eine Sache Schwierigkeiten macht und Ihre Aufmerksamkeit darauf fixiert ist, dann verwenden Sie ein Rudiment.
Wenn eine Sache häufig Schwierigkeiten macht, nachdem Sie ein Kapitel zu diesem Thema durchgearbeitet hatten, dann müssen Sie vielleicht zu dem Kapitel zurück- gehen und mehr davon durchführen.
Nachdem Sie schließlich mehr und mehr Bereiche bereinigt hatten, werden einige der früheren Befreiungspunkte an Stabilität verlieren. Denn Sie sind in einen viel größeren Bereich hinein gewachsen. Dadurch haben Sie so viele bislang verborgene Bereiche zugängig gemacht, daß zu dem Thema noch viel mehr zu finden ist, als bisher von Ladung befreit wurde.
Man könnte z.B. frei von Problemen geworden sein. Doch schließlich wächst man so sehr, daß schließlich ein bisher tief verborgener Bereich von Problemen zum Vorschein kommt, der bisher stark unterdrückt ( verdrängt ) war. Man ist nun sehr interessiert, dies zu behandeln.
Sobald man diesen Zustand erreicht hat, kann der Bereich erneut mit großem Erfolg durch Prozesse behandelt werden. Subjektive Prozesse zu diesem Bereich waren früher bis zu einem größeren Befreiungspunkt durchgeführt worden ; wenn man sie weiter verwendet hätte, dann hätte man sie überlaufen ( zu lange fortgesetzt ). Doch nun sind sie wieder verwendbar, denn es gibt eine große Menge an neuem Material, das damit zu behandeln ist.
Nehmen wir wieder das Thema "Probleme" als Beispiel. Man könnte es zuerst von einem sehr begrenzten menschlichen Gesichtspunkt aus behandeln ( daß man nur ein Leben hat ), und eine beträchtliche Befreiung erzielen. Aber schließlich wird so viel von der vergangenen Existenz sichtbar, und das eigene Bewußtsein, daß man ein unsterblicher Geist ist, ist sehr viel höher. Dadurch wird man sehr interessiert daran, daß Thema "Probleme" erneut anzuschauen - von diesem höheren Gesichtspunkt aus.
Achten Sie darauf, daß Sie nach einem größeren stabilen Befreiungspunkt zu einem speziellen Thema ( der wahrscheinlich erst beim zweiten Durchgang durch das Buch auftritt ) dieses Thema nicht weiter bearbeiten sollten, es sei denn, Sie haben ein sehr starkes Interesse daran, mehr zu tun.
Einige Kapitel können beim ersten Durchgang durch das Buch zu einem größeren Befreiungspunkt führen. Falls das geschieht, lassen Sie sie beim zweiten Durchgang aus, sofern Sie nicht so sehr gewachsen sind, daß der Bereich für Sie wieder hochinteressant geworden ist.
Und setzen Sie den früheren Befreiungspunkt nicht herab, nur weil Sie jetzt bereit sind, weiter voran zu gehen.
27.3 Einige nützliche Rudimente
Obwohl diese nicht so lebenswichtig sind wie die 3 hauptsächlichen Rudimente, die oben erwähnt wurden, können sie sich Ihnen in den Weg stellen. Es ist nützlich, sie ab und zu zu bereinigen, besonders wenn Sie wieder versuchen, auf die Beine zu kommen, nachdem Sie steckengeblieben waren.
a) Wurde gegen etwas protestiert ?
Siehe Kapitel 14
b) Hast Du einen Overt begangen ?
Siehe 19.3
c) Wurde irgendetwas unterdrückt ( verdrängt ) ?
Siehe 26.1
d) Gab es einen ungerechtfertigten Vorwurf ?
Siehe 23.11
e) Wurde irgendetwas abgewertet ?
Siehe 23.9
f) Wurde eine Bewertung aufgezwungen ?
Siehe 23.16
g) Hältst Du irgendetwas zurück ?
Siehe 19.6
h) Wurde etwas mißverstanden ?
Finden Sie heraus, was es war, und klären Sie es ( siehe Kapitel 5 ).
27.4 Falsche Anzeigen
Diesen Bereich haben wir noch nicht behandelt. Er ist aber äußerst nützlich, besonders wenn man Dinge korrigiert, die verkehrt sind.
Menschen machen Fehler, besonders dann, wenn Sie versuchen, eine Fehlerursache zu finden oder etwas in Ordnung zu bringen.
Nehmen wir an, Ihr Auto läuft nicht mehr richtig. Ein Mechaniker untersucht es und teilt Ihnen mit ( zeigt Ihnen an ), daß das Problem an der Benzinpumpe liegt. Also lassen Sie sie ersetzen. Aber das Auto läuft weiterhin schlecht, weil die wirkliche Ursache der Vergaser ist. Dies ist eine falsche Anzeige.
Manchmal weiß man erst danach Bescheid. Sie fühlen sich schlecht und stellen fest, daß X die Ursache dafür ist ( oder jemand zeigt Ihnen dies an ). Danach fühlen Sie sich schlechter. Dadurch wissen Sie, daß es eine falsche Anzeige war. Also stellen Sie fest, daß es eine falsche Anzeige war, und Sie versuchen es erneut. Dieses Mal stellen Sie vielleicht fest, daß Y die Ursache war. Das funktioniert und Sie fühlen sich ein wenig besser.
Wenn Sie in einem Bereich mehr Wahrnehmungen und Erfahrung sammeln, werden Sie fähiger, eine falsche Anzeige sofort zu erkennen, ohne sie auszutesten. Wenn Sie sich mit der Technik von Autos gut auskennen, dann hätten Sie vielleicht sofort gewußt, daß die Benzinpumpe in dem obigen Beispiel eine falsche Anzeige und nicht die Ursache der Schwierigkeiten war. Sie wissen vielleicht nicht, was die richtige Anzeige wäre, aber Sie wissen genug, um eine verkehrte Anzeige zu erkennen.
Das ist sehr nützlich, wenn man Fehler von Prozessen repariert. Man hat eine Schwierigkeit und versucht, herauszufinden, was schief gelaufen ist. Man stellt eine Vermutung an, und wenn diese sich nicht richtig anfühlt, so erkennt man es als eine falsche Anzeige. Man geht zurück und versucht es erneut.
Das ist ein sehr nützliches Rudiment. Gab es eine falsche Anzeige ? Falls ja, finden Sie heraus, was es war. Wenn nötig, finden Sie frühere ähnliche falsche Anzeigen oder finden Sie Zeiten, als Sie jemand anders die selbe falsche Anzeige gaben.
Sie können auch einen Prozeß zu diesem Thema durchführen. Falsche Anzeigen kann man im Nachhinein viel leichter erkennen. Dies wird Ihnen dabei helfen, sich auf die damit verbundenen Gefühle zu konzentrieren.
a) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als Ihnen jemand eine falsche Anzeige gab
b) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als Sie jemandem eine falsche Anzeige gaben
c) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als jemand anderer einem anderen oder anderen eine falsche Anzeige gab
d) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als Sie sich selbst eine falsche Anzeige gaben
27.5 Beistände
Wenn Sie krank oder verletzt sind, Schmerzen haben oder es Ihnen sonst körperlich nicht gut geht, dann gibt es Prozesse, die helfen könnten. Man bezeichnet sie als Beistände.
Zwei der nützlichsten werden in den Abschnitten 1.3 und 2.3 beschrieben. Ein anderer besonders guter besteht darin, den Schmerz oder die Empfindung in die Wände, den Boden, die Decke usw. zu schieben, bis man sie aus dem Körper heraus bewegen kann.
Es gibt eine große Zahl von Beistandsprozessen. Schauen Sie in Kapitel 4 des Super Scio Buches nach und auch in verschiedenen Büchern der Scientologykirche, wie dem Handbuch des ehrenamtlichen Geistlichen und den verschiedenen Ausgaben des Buches für einführende, vorführende und Beistandsprozesse.
27.6 Fehler beim Erstellen von Listen
Bei Listingprozessen wird eine Liste von Antworten auf eine Frage erstellt, während man nach der einen speziellen Antwort sucht.
Die einzigen Listingprozesse in diesem Buch befinden sich in Kapitel 25. Es gibt mehr Informationen darüber in Kapitel 4 des Super Scio Buches.
Listing-Techniken sind gewöhnlich schneller, aber man kann dieselben Ergebnisse mit einem Wiederholungsprozeß erreichen. Da es viel einfacher ist, einen Wiederholungsprozeß durchzuführen, und da das Risiko, in Schwierigkeiten zu geraten, viel kleiner ist, haben wir das Thema Listing vermieden. Es würde nur unnötige Komplexität herbeiführen.
Aber Leute, die von jemand anderem schlecht durchgeführte Scientologyprozesse bekamen, könnten von Listingfehlern betroffen sein.
Und einige der fortgeschrittenen Bereiche, in die Sie sich vielleicht nach Abschluß dieses Buches begeben werden, können Listingprozesse enthalten.
Sie sollten also wissen, wie man einen Listingfehler ( im englischen als "out list" bekannt ) findet und behebt. Das sollte zu Ihrer Trickkiste gehören.
Ein Listingprozeß zielt auf eine und nur eine Antwort ab. Diese Antwort wird als DIE Antwort angezeigt. Wenn das geschieht, fühlt sie sich richtig an.
Wenn es mehrere Antworten gibt, wenn man sich nicht sicher ist, oder wenn man verstimmt wird oder sich durcheinander fühlt, dann ist man von einem Listingfehler betroffen.
Die Antworten nennt man "Items" ( Anm. d. Übers.: aussprechen als "eitems" ). Die Anzeige eines falschen Item als die Antwort ist wie jede andere falsche Anzeige, wie oben besprochen. Aber wenn jemand, der professionell Prozesse durchführt, Ihnen bei einem Listingprozeß das falsche Item anzeigt, dann hat das meist eine viel stärkere Auswirkung als die üblichen falschen Anzeigen, die einem im Leben wiederfahren. Denn die Frage ist oft mit sehr viel Ladung behaftet, und üblicherweise hegt man starkes Vertrauen in das Urteil einer Person, die professionell Prozesse durchführt.
Eines sollten Sie wissen, wenn Sie in der Zukunft professionelle Prozesse erhalten : wenn ein Item angezeigt wird und Sie sich nicht wirklich gut darüber fühlen, dann sagen Sie sofort etwas. Der professionelle Praktiker erwartet, daß Sie das tun. Denn Ihr Gefühl über das Item, wenn es angezeigt wird, ist einer der wichtigsten Faktoren, um die Richtigkeit der Liste zu beantworten.
Wenn Sie von einem Listingfehler betroffen sind, dann kann man das auf zwei Arten beheben.
Als erstes kann man die Liste selbst reparieren. So würde ein professioneller Praktiker vorgehen. Es gibt tatsächlich nur 4 Hauptgruppen von Fehlern :
a) Die Liste wurde zu lange fortgesetzt. Man erkennt die Tatsache, daß die Liste zu lange fortgesetzt wurde ( man fühlt sich dann meist schwer und müde ). Das Item befindet sich bereits auf der Liste. Man findet es und erkennt, daß es das Item ist.
b) Die Liste ist unvollständig. Es gibt weitere Antworten. Man erkennt das und setzt das Listing fort.
c) Die Liste ist ungültig. Sie führt nicht zu einem einzelnen Item. Man erkennt das und zeigt es an. Wenn der Bereich immer noch Schwierigkeiten macht, könnte man eine andere Art finden, etwas von dessen Ladung zu beseitigen ( siehe unten ).
d) Das falsche Item wurde angezeigt. Am wichtigsten ist es, zu erkennen, daß es falsch war. Dann findet man das richtige Item, wobei man bei Bedarf die obigen Punkte verwendet.
Eine ausführlichere Anleitung befindet sich in Kapitel 4 von Super Scio. Lesen Sie das, wenn Sie das Gefühl haben, daß Sie aus professionellem Prozessing von Listingfehlern betroffen sein könnten.
Die zweite Sache, die Sie tun können, besteht darin, mehr Ladung aus dem Bereich zu entfernen, der mit dem Listing behandelt wurde. Es ist einfach, die grundlegende Antwort auf etwas zu finden, wenn man genügend Ladung aus dem Weg räumen kann. Das kann durch Wiederholungsprozesse geschehen. Sie können eine allgemeine Wiederholungsanweisung formen, um in dem Bereich Dinge zu finden oder zu erinnern. Führen Sie diesen Prozeß durch, statt durch eine Listingtechnik die Antwort zu finden.
Die orthodoxe Scientologykirche benutzt gerne Listingtechniken, um Leute zu finden, die Sie unterdrücken könnten. Das führt oft zu falschen Anzeigen. Die Abhilfe besteht darin, die Wiederholungsprozesse aus dem Kapitel über Unterdrückung durchzuführen, um Ladung zu dem Thema zu entfernen. Dann finden Sie die verschiedenen falschen Anzeigen. Das sollte dazu führen, daß dieses Thema sich auflöst ; Sie sollten dann erkennen, wenn jemand sich Ihnen gegenüber wirklich unterdrückerisch verhält.
Ein anderes Beispiel ist Kapitel 25, wo der Bereich weichgeklopft wird, bevor man versucht, irgendwelche speziellen Antworten zu finden.
Das kann man zu jedem Thema machen, in dem man zuvor Listingtechniken benutzt hatte, die einem dann Schwierigkeiten machten.
Selbstlisting macht einem nur selten die Menge an Schwierigkeiten wie professionelles Listing, weil niemand anders Ihnen eine falsche Antwort einflößt. Aber es kann verwirrend sein, wenn man nicht weiß, was man tut. Eines Tages werden Sie Listingtechniken gründlich studieren wollen. Bis dahin halten Sie sich an Wiederholungsprozesse und Übungen. Oder achten Sie darauf, ein Thema zuerst mit Wiederholungsprozessen weichzuklopfen, bevor Sie allein irgendwelche Listingprozesse durchführen.
27.7 Andere Schwierigkeiten
Neben den oben genannten Dingen und denen, die im Abschnitt "Wenn Sie in Schwierigkeiten geraten" zu Beginn dieses Buches erörtert wurden, gibt es noch ein paar andere Dinge, die Ihnen in die Quere kommen könnten.
a) Schwierigkeiten mit Interiorisation und Exteriorisation
Hierbei geht es nicht um Probleme mit Wahrnehmungen oder Handlungen im exteriorisierten Zustand ; solche Wahrnehmungen und Fähigkeiten entwickeln sich nach und nach. Man muß sich einfach damit abfinden, daß hierfür Zeit und Arbeit erforderlich sind.
Aber es gibt das spezielle Problem, daß man durch eine unangenehme Erfahrung in den Körper hineininteriorisiert, oder daß die Energiefelder um den Körper herum auf andere Weise durcheinander gebracht werden. Das könnte dazu führen, daß Sie sich etwas krank fühlen oder Kopfschmerzen haben.
Weiter hinten gibt es ein Kapitel über das fortgeschrittene Behandeln von Geschehnissen. Dort werden wir mehr Maßnahmen durchführen, so daß Sie dagegen gefeit sind.
Aber wenn jetzt etwas derartiges geschieht, dann wiederholen Sie die erste einfache Übung im Kapitel über Exteriorisation. Nehmen Sie Ihre Aufmerksamkeit von Ihrem Körper weg und üben Sie einfach, in einen nahe gelegenen Berg zu interiorisieren und aus ihm zu exteriorisieren ( versuchen Sie nicht, irgend etwas aus dem Körper herauszuziehen oder etwas in ihn hineinzuschieben ). Das kann die Wirkung von solchen unangenehmen Erfahrungen und Energieerscheinungen lindern, die aufgetreten sein könnten ; Sie dürften sich danach besser fühlen.
b) Nach etwas suchen, daß nicht da ist
Aufgrund von Fehlern oder falschen Anzeigen könnten Sie beschließen, daß etwas vorhanden ist, was gar nicht existiert.
Sie könnten zum Beispiel das Gefühl haben, daß es zu einem Thema einen ARK- Bruch gibt ; aber Sie können ihn einfach nicht finden. Oder Sie versuchen, etwas mit Gewalt dazu zu bringen, so daß es aussieht wie ein ARK-Bruch, obwohl es keiner ist.
Das kann einen wirklich in Verwirrung und in Schwierigkeiten bringen.
Natürlich könnte in dem Bereich einfach zu viel Ladung sein. Oder Sie haben beim Versuch, die Sache in Ordnung zu bringen, einen groben Fehler gemacht. Aber wenn Dinge verwirrend und schwierig werden, dann sollte man als einer der ersten Schritte prüfen, ob man nach etwas suchte, das nicht da ist ( oder ob man etwas hingesetzt hatte, wo nichts ist ).
Sie können die folgenden 3 Punkte überprüfen und schauen, welcher sich zutreffend anfühlt :
1) Halten Sie nach etwas Ausschau, daß nicht da ist ?
2) Wurde ein Fehler gemacht ?
3) Gab es einfach zuviel Ladung in dem Bereich ?
Punkt 1 ist natürlich ein Fehler. Er kann dazu führen, daß man sich zu viel Ladung hereinzieht. Prüfen Sie ihn also zuerst ( denn die anderen könnten dann auch zutreffend erscheinen ).
Wenn es ein Fehler war, finden Sie heraus, was Sie falsch gemacht haben. Lesen Sie dazu, falls erforderlich, das entsprechende Material. Bringen Sie es in Ordnung.
Wenn da zuviel Ladung ist, aber Sie den Prozeß in einem gewissen Umfang durchführen konnten ( d. h. er begann zu laufen und war nicht zu schwierig - dann würde man ihn auf später verschieben ), dann liegt einer der folgenden Gründe vor : einer der anderen Rudimente oder Fehler, die besprochen wurden ; oder es könnte einfach ein schwieriger Bereich sein, und Sie müssen entweder durchhalten und den Prozeß abschließen, oder einige der grundlegenden Techniken ( in den ersten Kapiteln ) anwenden, um stärker zu werden, bevor Sie es erneut versuchen.
c) Kommunikation
Kommunikation ist so bedeutsam, daß eine abgeschnittene oder ignorierte Kommunikation manchmal ihre Aufmerksamkeit auf sich fixiert, obwohl es keinen richtigen ARK-Bruch gibt.
In diesem Fall können Sie die Kommunikation niederschreiben. Erkennen Sie, wer sie hätte empfangen sollen. Stellen Sie sich bildlich vor, wie von dort eine Bestätigung kommt. Setzen Sie dies fort, bis Ihre Aufmerksamkeit nicht mehr auf die unvollständige Kommunikation fixiert ist und Sie sich auf Ihr Prozessing konzentrieren können.
d) Fixierte Aufmerksamkeit
Es ist immer möglich, daß etwas anderes Ihre Aufmerksamkeit festhält ; etwas, das nicht so recht in die verschiedenen Kategorien paßt, die besprochen worden waren ( Probleme, Verstimmungen usw. ).
Sie können üben, Ihre Aufmerksamkeit darauf zu richten und sie davon wieder wegzunehmen. Oder Sie können es sich abwechselnd bildlich vorstellen und diese bildliche Vorstellung wieder verschwinden lassen. Oder Sie können jede andere Technik verwenden, die Sie ursächlich etwas hin- und herbewegen läßt, so daß Sie nicht fixiert bleiben.
Oder wenn Sie sich einfach über etwas freuen, das geschehen wird, dann machen Sie eine Pause.
27.8 KORREKTURLISTEN
Professionelle Praktiker verwenden oft Korrekturlisten, wenn jemand in Schwierigkeiten gerät, oder um allgemein etwas zu bereinigen.
Dies sind Listen möglicher Fehler. Man geht sie durch und schaut, ob etwas anzeigt. Wenn man einen Fehler findet, dann repariert man ihn - es sei denn, er wurde dadurch behoben, daß man ihn einfach erkannt hat.
Diese Korrekturlisten enthalten auch die verschiedenen Rudimente und die unterschiedlichen Fehler, die wir besprochen haben.
Einige Korrekturlisten sind auf spezielle Arten des Prozessing zugeschnitten, und andere sind für allgemeine Zwecke.
Eine allgemeine Korrekturliste für das Durchführen von Prozessen an sich selbst befindet sich im Anhang.
Sie wenden sie an, indem Sie einfach jede Frage durchgehen. Wenn es so scheint, als gäbe es etwas in Ordnung zu bringen, dann tun sie es. Wenn es zum Beispiel so scheint, als gäbe es eine falsche Anzeige, dann benutzen Sie das Verfahren, das weiter oben in diesem Kapitel beschrieben wurde.
Die meisten Anleitungen, die verschiedenen Fehler in Ordnung zu bringen, befinden sich in diesem Kapitel oder in dem Teil der Einleitung, der sich mit auftretenden Schwierigkeiten befaßt.
Wenn ein Prozeß nicht abgeschlossen wurde, bringen Sie ihn natürlich zum Abschluß. Und wenn ein Prozeß überlaufen wurde ( zu lange fortgeführt ), dann finden Sie den Augenblick, als er abgeschlossen war. Dies ist in Kapitel 2 beschrieben.
Sie können eine Korrekturliste bezüglich eines speziellen Fehlers durchsehen, oder für eine allgemeine Bereinigung. Oder Sie zielen auf etwas Früheres ab, das Sie in Ordnung bringen wollen. Manchmal wollen Sie die Frage vielleicht auf einen bestimmten Bereich oder einen Zeitraum beziehen, der in Ordnung gebracht wird. Wenn Sie zum Beispiel etwas Auditing bereinigen wollen, das Sie letztes Jahr erhielten, dann verändern Sie die Frage "gibt es einen ARK- Bruch ?". Verwenden Sie "Gab es zu jener Zeit einen ARK-Bruch ?".
Wenn Sie von einem professionellen Praktiker eine Bereinigung erhalten, dann kann er die Korrekturliste im Anhang verwenden, andere professionelle Listen oder eine Kombination von beidem.
SICH SELBST KLÄREN KAPITEL 28 : DAS DURCHLAUFEN VON GESCHEHNISSEN
Geistige Wesen weichen oft vor schmerzhaften Geschehnissen zurück. Weil sie dem Inhalt eines Geschehnisses nicht ins Auge schauen können, entwickeln sie unangenehme und sogar unlogische Assoziationen zwischen den darin enthaltenen Faktoren. Weil sie nicht bereit sind, Dinge zu konfrontieren, die mit dem Geschehnis zu tun haben, gibt es Dinge, die sie nicht länger sein, tun oder haben möchten. Weil sie nicht bereit sind, das Erlebnis noch einmal geschehen zu lassen, erschaffen die Wesen automatisch reagierende geistige Maschinerien, um sich selbst zu schützen. Und es ist oft der Fall, daß die Wesen schließlich die Kontrolle über diese Maschinerien verlieren, so daß diese dann auf unter- bewußter Basis funktioniert.
Dies ist eine Hauptursache von geistiger Ladung, Unfähigkeit und verringertem Bewußtsein.
Ähnliche nichtkonfrontierte schmerzhafte Erlebnisse hängen sich oft aneinander. Wenn jemand etwas nicht konfrontieren kann, dann gerät er oft immer wieder in die gleiche Situation, weil er nichts Wirksames dagegen tun oder die Situation bereinigen kann. Sein geistiges Zurückweichen vor dem früheren Geschehnis bewirkt, daß er nicht gut denken und handeln kann, wenn es anscheinend erneut geschieht.
Die Ereignisse im täglichen Leben können solche alten Geschehnisse aufrühren und sie sozusagen einschalten, wenn genug von dem nicht konfrontierten Inhalt angesprochen wird. Wir bezeichnen das als Restimulation des Geschehnisses.
Wenn ein Geschehnis restimuliert wird, dann zieht der Betroffene oft die gesamte Sache in die Gegenwart. Er kann dann wieder einige der unangenehmen Auswirkungen des ursprünglichen Geschehnisses spüren.
Das Behandeln dieser alten, verschütteten schmerzhaften Geschehnisse war das Ziel von Dianetics. L. Ron Hubbard hat viel darüber geschrieben. Viele der Erscheinungen und Mechanismen, die er in seinem Buch "Dianetik : die moderne Wissenschaft der geistigen Gesundheit" geschrieben hat, können tatsächlich beobachtet werden. Aber vieles, was über die schematische Funktionsweise des reaktiven Verstandes gesagt wird, ist ungenau. Das gilt auch für die absoluten Ergebnisse, über die in dem Buch spekuliert wird. Diese Dinge wurden durch modernere Theorien überholt, die die Person als unsterbliches geistiges Wesen betrachten.
Es ist das Wesen selbst, das seinen eigenen geistigen Zustand verursacht, das seine geistige Maschinerie erzeugt und diese alten schmerzhaften Bilder mit sich herumschleppt. Das meiste davon läuft unterbewußt ab, aber das Wesen kann es wieder unter seine eigene Kontrolle bringen. Viele der Übungen in diesem Buch zielen darauf ab, verschiedene Dinge wieder unter bewußte Kontrolle zu bekommen.
Ein Wesen trägt Bilder alter Geschehnisse mit sich herum und gibt ihnen die Kraft, restimuliert zu werden und zu reagieren ( oftmals zu seinem eigenen Schaden ). Der stärkste Grund dafür liegt darin, weil das Wesen den Schmerz in diesen Geschehnissen nicht konfrontiert hat.
Das Wesen konfrontierte es nicht, als es geschah. Daher fehlt es ihm an Informationen und Bewußtsein über dieses Geschehnis. Aber das Wesen möchte nicht, daß es noch einmal geschieht. Somit hat es Angst, das Geschehnis zu vergessen, während es gleichzeitig sich nicht bewußt daran erinnern möchte. Also behält das Wesen ein Bild des Geschehnisses und läßt es reagieren, ohne es anzuschauen oder zu kontrollieren.
Die Lösung ist sehr einfach. Sie steigern Ihr Konfrontiervermögen alter schmerzhafter Geschehnisse, bis diese Ihnen nichts mehr ausmachen und Sie den ganzen Mechanismus wegwerfen können. Das wurde manchmal als Zustand "Clear" bezeichnet, weil man diese alten schmerzhaften Geschehnisse nicht mehr hat, die außerhalb der eigenen Kontrolle reagieren.
Leider wurde über den Zustand Clear viel übertriebene Reklame gemacht. Er bedeutet nicht, daß man von allen Aberrationen befreit ist. Es gibt viele andere Faktoren, und wir haben uns mit einigen davon in diesem Buch befaßt. Aber wenn man den Punkt erreicht hat, daß der eigene Verstand nicht länger von der Last vergangener Schmerzen durcheinandergebracht wird, so ist das ein bedeutender Fortschritt. Und es ist es wert, hierfür seine Ärmel hochzukrempeln und einiges an Arbeit zu investieren, um das zu erreichen.
Die Vorgehensweise besteht darin, mit leichten Geschehnissen zu beginnen und sich schrittweise zu schwierigeren hochzuarbeiten.
Die frühe Dianetik tat das genaue Gegenteil. Man versuchte die zugrunde- liegenden ursächlichen Geschehnisse zu finden. Dies war ein irregeleiteter Versuch, Wunderheilungen hervorzubringen. Das führte zu verschiedenen Tricks, die jemanden in Geschehnisse zurückversetzte, die für ihn zuviel waren. Sogar Profis hatten damit viele Schwierigkeiten. Und es ist völlig unmöglich, diese Verfahren an sich selbst anzuwenden. Auch waren diese Wunder stets flüchtig. Sie traten nur gelegentlich auf, denn schmerzhafte Geschehnisse sind bei weitem nicht die einzige Ursache von Aberrationen.
Seien Sie also nicht ungeduldig und jagen Sie nicht fanatisch dem einen Geschehnis hinterher, das alles erklärt ( und machen Sie auch keinen anderen Unsinn ). Arbeiten Sie vielmehr daran, Ihr Konfrontiervermögen schmerzhafter Geschehnisse schrittweise zu erhöhen, bis das ganze Thema nur noch ein einziger Witz ist.
28.1 Eine Technik zum Behandeln von Geschehnissen
Diese Dinge sollten niedergeschrieben werden, wenn Sie das Geschehnis bearbeiten.
a) Finden Sie ein Geschehnis
Verschiedene Dinge, die Sie behandeln können, werden später besprochen. Als erstes Geschehnis nehmen Sie das Frühstück oder das gestrige Abendessen.
b) Erkennen Sie oder stellen Sie fest, wann das Geschehnis sich ereignete
Tun Sie dies, so gut Sie können. Falls nötig, pirschen Sie sich schrittweise heran. Falls Sie denken, daß es zwischen 20 und 30 Jahren her ist, prüfen Sie, ob es eher mehr oder weniger als 25 Jahre sind. Und dann schauen Sie, welches spezielle Jahr sich korrekt anfühlt. Versuchen Sie, den Monat, den Tag und die Uhrzeit herauszufinden - wenigstens ungefähr.
Wenn Geschehnisse sich vor sehr langer Zeit ereignet haben, versuchen Sie, die Größenordnung von Jahren herauszufinden, die seitdem vergangen sind.
Falls nötig, ermitteln Sie den Zeitpunkt des Geschehnisses, indem Sie ein davorliegendes und ein späteres Ereignis zu Hilfe nehmen ( z. B. nachdem Sie ins 12. Schuljahr kamen und vor Ihrem Abitur ).
Es geht darum, den Zeitpunkt des Geschehnisses möglichst genau herauszufinden.
Für die erste Übung ( das Frühstück von gestern ) wissen Sie bereits, daß es gestern war. Versuchen Sie also, die genaue Uhrzeit festzustellen, wann Sie mit dem Frühstück begannen.
c) Erkennen Sie oder stellen Sie fest, wie lange das Geschehnis dauerte
Tun Sie dies wieder, so gut Sie können. Es geht um eine Vorstellung der Zeitspanne. Das hilft Ihnen dabei, sich an das Geschehnis zu erinnern.
d) Erkennen Sie oder stellen Sie fest, wo das Geschehnis stattfand
Finden Sie den Ort heraus, so gut Sie es können. Sie könnten sogar versuchen, zu erfühlen, in welcher Richtung von Ihrem jetzigen Aufenthaltsort es geschah, und wie weit es entfernt war.
e) Erkennen Sie oder stellen Sie fest, wie groß der Raum war, in dem das Geschehnis stattfand
Hier geht es darum, zu erkennen, ob es z. B. in einem kleinen Zimmer war. Oder vielleicht war es in einer Verfolgungsjagd per Auto, die sich über Kilometer ersteckte.
Diese Schritte helfen alle dabei, das Geschehnis sichtbar zu machen.
f) Schließen Sie Ihre Augen
g) Bewegen Sie sich zum Beginn des Geschehnisses
Gehen Sie zu dem tatsächlichen Zeitpunkt, als das Geschehnis sich ereignete. Versuchen Sie, daß Geschehnis um Sie herum zu erschaffen, als wenn Sie wirklich dort wären. Schauen Sie an, was Sie erkennen oder wahrnehmen können.
h) Bewegen Sie sich durch das Geschehnis
Versuchen Sie so gut wie möglich, das Geschehnis noch einmal zu erleben. Tun Sie Ihr Bestes, um allem ins Auge zu sehen, was damals geschah.
i) Schreiben Sie nieder, was geschah
Natürlich öffnen Sie hierzu Ihre Augen. Sie schreiben es nieder, um so einen Abstand dazu zu gewinnen.
j) Wiederholen Sie Schritte f) bis i)
Gehen Sie erneut durch das Geschehnis.
Es gibt nun zwei Möglichkeiten : entweder ist das Geschehnis dabei, sich aufzulösen. Oder es gibt früheres Material, das das Auflösen verhindert und daher angeschaut werden muß.
Wenn das Geschehnis sich auflöst, tauchen neue Teile davon auf, die Sie beim ersten Kontakt nicht gesehen hatten ( z. B. nehmen Sie wahr, welche Farbe ein Hemd hatte ). Einzelheiten können sich anders darstellen, weil Sie sie nun richtig erkennen können. Oder Dinge, die sich unangenehm ausgewirkt hatten, beginnen nachzulassen und werden unwichtig.
Wenn es jedoch schwieriger wird, das Geschehnis zu durchlaufen, wenn sein Gewicht zunimmt oder es massiver wird, oder wenn Sie sich darüber schlechter fühlen, dann gibt es früheres Material, das man durchlaufen muß.
Wenn dies geschieht, suchen Sie nach einem früheren Beginn des Geschehnisses, das Sie gerade durchlaufen. Wenn Sie z. B. begonnen hatten, eine Operation zu durchlaufen, dann könnte der frührere Beginn ein Unfall sein, wegen dem Sie ins Krankenhaus kamen.
Wenn es schwieriger wird, das Geschehnis zu durchlaufen und Sie keinen früheren Beginn finden können, dann sollten Sie ein früheres ähnliches Geschehnis finden.
Wenn Sie einem Geschehnis ins Auge sehen, dann sollten Sie es leichter und leichter konfrontieren können. Wenn das nicht geschieht, dann liegt es daran, daß das Anschauen des Geschehnisses ein früheres ähnliches aufrührt. Da Sie nur das spätere anschauen und nicht dieses frühere Geschehnis, rühren Sie nur mehr und mehr davon auf, ohne eine Erleichterung herbeizuführen.
Da das frühere Geschehnis aufgerührt wird, erscheint es fast so, als wäre es hinter demjenigen, das Sie gerade durchlaufen. Es dürfte einfach sein, irgend ein Gefühl oder einen Eindruck von dem früheren Geschehnis zu erhalten, obwohl es weit außerhalb Ihrer gewöhnlichen Erinnerungen liegen könnte. Es könnte sogar von einem früheren Leben stammen.
Sie sollten nicht nach früheren Geschehnissen suchen, solange Sie das jetzige nicht wenigstens zwei Mal durchlaufen haben. Aber wenn Sie plötzlich ohne Suche erkennen, daß es ein früheres Geschehnis gibt, dann ist es bereit, durchlaufen zu werden. Sie können es sofort aufgreifen.
Es ist auch wünschenswert, Zeiten der Bewußtlosigkeit zu durchdringen und eine Vorstellung zu bekommen, was währenddessen geschah. Meist benötigt man mehrere Durchgänge durch einen Zeitraum der Bewußtlosigkeit, bevor sie sich aufzulösen beginnt und Sie ein wenig von dem wahrnehmen, was geschehen war.
Wenn Sie bei einem Geschehniss mehr ES-IST-EIN machen können ( indem Sie sagen "es ist ein ..." ; d. h. daß Sie mehr und mehr vom Geschehnisinhalt wahrnehmen und ausgraben können ), dann ist das wichtiger als irgendein Gefühl, daß das Geschehnis etwas massiver erscheint oder es schwerer wird, es zu durchlaufen. Sie können immer ein zweites Mal hindurchgehen und nachschauen, ob Sie mehr darüber herausfinden können, bevor Sie nach etwas Früherem suchen.
Sie sollten sich auch darüber bewußt sein, daß schwere Ladung ein Geschehnis verzerren kann. Sie können dann nichtzutreffende Informationen wahrnehmen ( fehlerhafte Wahrnehmungen ). Wenn der Inhalt sich ständig ändert, dann entfernen Sie vielleicht gerade Schichten fehlerhafter Wahrnehmungen. Sie sollten das Geschehnis solange durchlaufen, bis es sich auf die eine oder andere Art stabilisiert.
Die Möglichkeit fehlerhaften Wahrnehmungen bedeutet auch, daß Sie dem Inhalt eines Geschehnisses nicht vollständig vertrauen können, sofern es nicht soweit bereinigt wurde, daß Sie sich klar und bewußt daran erinnern können.
Eine wichtige Regel besteht darin, stets zu durchlaufen, was immer sich zeigen mag. Stellen Sie nicht in Frage, ob es wirklich und echt ist. Sie müssen konfrontieren, was immer sich zeigt, um konfrontiert zu werden. Aber solange es bedeutende Ladung in einem Bereich gibt, können die Informationen nicht ganz genau sein. Handeln Sie also nicht voreilig aufgrund von Informationen, die Sie beim Durchlaufen eines Geschehnisses erfahren haben. Wenn der Inhalt von Bedeutung ist, schauen Sie ihn sich später an, wenn keine Ladung vorhanden ist ; dann können Sie nachsehen, um welche Erinnerungen es sich da wirklich handelt.
Zu guter Letzt klären sich die Dinge, und Sie werden sich gut erinnern können. Die Warnung gilt vorwiegend, wenn Sie damit beginnen, einen Bereich zu bearbeiten. Meist sehen die Dinge etwas anders aus, wenn man sich etwas näher damit beschäftigt hat. Dann werden Sie erkennen, was echt war ( manches wird von Anfang an echt gewesen sein ) und was nicht.
Wenn Sie beginnen, ein früheres Geschehnis - oder einen früheren Beginn des jetzigen Geschehnisses - zu bearbeiten, führen Sie die gesamten Anweisungen durch, beginnend mit Schritt a). Bei weiteren Durchgängen durch ein Geschehnis benutzen Sie nur die Schritte ab j). Mit anderen Worten : führen Sie die Schritte, in denen Zeitpunkt und Ort festgestellt wird, nur durch, wenn Sie an einem neuen Anfangspunkt beginnen.
k) Auslöschung
Sie sind fertig, wenn das Geschehnis oder frühere ähnliche Geschehnisse völlig verschwunden sind. Das bezeichnet man als Auslöschung.
Beachten Sie, daß in Wirklichkeit die eigene geistige Ladung bezüglich des Geschehnisses ausgelöscht wurde. Das geistige Bild kann natürlich willentlich wieder erschaffen werden. Aber das Bild sollte nicht in Ihrer Erinnerung "hängenbleiben" ( das wäre ein Zeichen dafür, daß noch mehr Ladung in dem Bild ist ).
Wenn das Geschehnis auslöscht, sollten Sie sich besser darüber fühlen, nicht davor zurückweichen und sich nicht davon zurückziehen.
Eine plötzliche Erkenntnis oder ein neues Bewußtsein ist oft ein Zeichen dafür, daß die Ladung verlöscht ist. Denn nun kann man in dem Bereich klar denken.
Es ist auch möglich, ein Geschehnis sofort auszulöschen, wenn man zuerst darauf schaut. Man erkennt einfach die ganze Angelegenheit. Die Sache löst sich auf, und man fühlt sich besser darüber.
Sobald die Auslöschung erfolgt ist, führen Sie den folgenden Schritt durch, um noch etwas mehr davon zu haben.
l) Finden Sie alle Postulate oder Entscheidungen, die Sie zur Zeit des Geschehnisses gemacht haben.
Dieser letzte Schritt steigert wirklich Ihre Stärke.
28.2 Was man zuerst behandelt
BEGINNEN SIE MIT EINFACHEN DINGEN.
Versuchen Sie nicht, irgendwelche schweren Erlebnisse zu durchlaufen, bis Sie die Schritte beherrschen und das Verfahren einfach erscheint.
Behandeln Sie zuerst ein paar harmlose Dinge, wie etwa ein Geschehnis, als Sie frühstückten. Diese Dinge enthalten keine echte Ladun________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________