SICH SELBST KLÄREN KAPITEL 22 : MEHR ÜBER VERSTIMMUNGEN

In diesem Kapitel befassen wir uns noch mehr mit dem Thema Verstimmungen.

Aber zunächst sei das E-Meter erwähnt, weil es in diesem Bereich ein nützliches Hilfsmittel ist.

Sie müssen kein E-Meter haben, um die Prozesse in diesem Kapitel durchzuführen. Aber Sie sollten zumindest wissen, was das ist und wie es funktioniert, denn Profis verwenden sie gewöhnlich. Außerdem werden E-Meter oft in technischen Scientology-Materialien erwähnt, die sich mit dem Behandeln von ARK-Brüchen ( Verstimmungen ) beschäftigen.

Das folgende ist nur eine kurze Einführung. Wirkliches Können beim Umgang mit dem E-Meter erfordert im Allgemeinen einen Kurs, der auch praktische Übungen enthält.

22.1 Das E-Meter

Bei den E-Metern der Scientologykirche und den gleichwertigen Geräten, die in der freien Zone erhältlich sind, handelt es sich um einfache Meßinstrumente, die den elektrischen Widerstand des menschlichen Körpers anzeigen.

Wenn geistige Ladung aufgerührt oder befreit wird, ändert sich der elektrische Widerstand des Körpers entsprechend.

Diese Veränderungen sind jedoch gering und meist zu fein, um sie auf einem einfachen Ohm-Meter ( Meßgerät für elektrischen Widerstand ) zu erkennen. Auf einer Skala, die den gesamten möglichen Bereich des menschlichen Körpers umfaßt, sind die interessanten Reaktionen meist zu klein, um sie zu sehen.

Daher wird stattdessen eine Bereichseinstellung verwendet, um grob denjenigen Widerstandsbereich einzustellen, an dem der Körper sich gerade befindet. Die Nadelskala arbeitet wie ein Fenster in diesem speziellen Widerstandsbereich. Dadurch werden kleine Widerstandsänderungen in große Nadelreaktionen umgesetzt, die leichter zu sehen sind.

Aufgrund eines Fehlers in der frühen Theorie wurde irrtümlich gedacht, die Bereichswahl würde die emotionelle Tonstufe wiedergeben. Daher bezeichnete man dies als Tonarm. Er wurde daher mit Nummern von 0 bis 7 beschriftet, die heute nur willkürlich sind und damals die Emotionsstufen wiedergeben sollten.

Der normale oder nicht aberrierte Bereich auf diesem Tonarm liegt allgemein zwischen 2 ( das sind 5000 Ohm ) und 3 ( das sind 12500 Ohm ).

Höhere Widerstände ( besonders Anzeigen oberhalb 4 oder 5 auf diesem Tonarm ) zeigen im allgemeinen, daß geistige Masse vorhanden ist. Wenn beim Durchführen eines Prozesses der Tonarm im normalen Bereich war und plötzlich zu steigen beginnt, zeigt das im allgemeinen, daß ein Prozeß zu lange durchgeführt worden war ( über den Punkt hinaus, der das Endziel des Prozesses war ) ; nun werden Dinge aufgerührt, ohne daß sie bereinigt werden. Der Betroffene fühlt sich oft müde und schwer. Die übliche Lösung besteht darin, den übergangenen Punkt der Befreiung ausfindig zu machen.

Extrem niedriger Widerstand zeigt im allgemeinen, daß die Person überwältigt ist. Unter zu starker Belastung versucht man, Dinge unwirklich zu machen ( sich von der Realität zu lösen ). Das ist ein Versuch, der Belastung zu entkommen. Auf dem E-Meter zeigt sich das durch ein extremes Abfallen des Körperwiderstandes. Eine Abhilfe wäre, äußerst leichte Prozesse zu verwenden ( etwa den ersten Prozeß aus Kapitel 1 ), bis der Betreffende wieder zu sich selbst findet.

Die Nadelreaktionen können sehr hilfreich und interessant sein. Sie zeigen die Veränderungen von einem Moment zum nächsten, das geistige Zurückweichen oder die Reaktion auf Dinge.

Dies ist besonders nützlich, um Dinge zu untersuchen, die außer Sichtweite und doch zugänglich sind.

Das E-Meter reagiert nicht bei Dingen, die tief verschüttet sind. Und die gelegentlichen Reaktionen, wenn jemand über etwas nachdenkt oder zu einer Frage Überlegungen anstellt, sind nicht von Interesse ; denn in diesen Bereichen kann der Betreffende bereits denken. Aber zwischen beiden Extremen liegt der Teil des Verstandes, der etwas versteckt, aber doch nicht außer Reichweite ist. An diesem Bereich sind wir interessiert, denn diese Dinge können wir mit Prozessen erreichen, um sie zu bereinigen. Und wenn dieser Bereich bereinigt wird, kommen mehr verschüttete Dinge, die unterhalb davon lagen, zum Vorschein und werden zugänglich.

Die E-Meterreaktionen dieses Bereiches erfolgen direkt, weil die Person über diese Dinge nicht nachdenkt sondern nur reagiert. Daher darf die Nadel nicht durch die oft üblichen Schaltungen gegen Überstrom geschützt werden. Dadurch würden die direkten Nadelreaktionen verschleiert werden.

Am besten ist das E-Meter dafür geeignet, um eine geistige Ladung ausfindig zu machen, die aufgerührt worden war.

Wenn zum Beispiel jemand verstimmt ist, kann man am E-Meter prüfen, ob der Bruch in Affinität, Realität, Kommunikation oder Verstehen erfolgte. Das E-Meter wird bei der Sache reagieren, die den ARK-Bruch auslöste, denn dort liegt die Ladung.

In den fünfziger Jahren wurden E-Meter vorwiegend verwendet, um Dinge festzustellen und so den Ursprung einer Ladung zu finden. In dieser Beziehung funktionieren sie gut. Sie funktionieren nicht gut, um allgemeine Antworten auf kosmische Fragen zu erhalten, denn sie reagieren nicht auf die tiefer liegenden Bereiche, die dem Betreffenden noch verschlossen sind. Sie funktionieren auch nicht gut als Lügendetektoren, weil sie auf die Anwesenheit geistiger Ladung reagieren, aber keine absolute Antworten geben.

( Anm. d. Übers.: "Assessment" bedeutet eine Untersuchung der Person und ihres Zustandes, um weitere Schritte im Prozessing festzulegen ).

Assessments kann man alleine machen, ohne ein E-Meter zu verwenden. Sie müssen einfach nur die verschiedenen möglichen Antworten in Betracht ziehen, bis Sie sich mit Gewißheit für eine entscheiden. Aber in diesem Fall spart das E-Meter viel Zeit. Mit E-Meter ist es viel einfacher, als in einem Bereich von Ladung herumzuschwimmen und zu versuchen, etwas herauszufinden.

Eine komplette Unterweisung, wie man ein E-Meter verwendet, würde den Rahmen dieses Buches überschreiten. Es gibt schon eine Menge Literatur hierüber. Und es ist viel leichter, dies auf einem Kurs zu lernen, der praktische Übungen enthält.

Aber wenn Sie eines haben und wissen, wie man es benutzt, dann sollten Sie das unbedingt tun - vor allem da, wo es um Assessments geht.

Lassen Sie sich dadurch, daß Sie kein E-Meter haben, aber nicht davon abhalten, weiterzumachen. Es ist einfach ein nützliches Werkzeug, aber keine Notwendigkeit.

22.2 Was steckt hinter Verstimmungen

Im vorigen Kapitel wurde festgestellt, daß Verstimmungen von Brüchen in Affinität, Realität und Kommunikation herrühren. Wir können auch Verstehen hinzufügen, weil es ein Ergebnis von ARK ist und sich manchmal als der spezielle Grund des ARK-Bruches herausstellt.

Wenn man sich mit einem ARK-Bruch beschäftigt, ist man zuerst daran interessiert, ob der Bruch in Affinität, Realität, Kommunikation oder Verstehen erfolgte. Wenn man das herausfindet, dann hilft das dabei, die exakte Ursache des ARK-Bruches zu finden.

Aber es ist oft nötig, ihn präziser zu untersuchen und genau herauszufinden, was mit Affinität, Kommunikation oder was auch immer geschah.

Hierfür ist es nützlich, eine hilfreiche Skala zu kennen, die das Verhalten dieser ARK-Strömungen darlegt.

Wenn man zuerst mit etwas Kontakt aufnimmt, könnte man in einem göttlichen allwissenden Zustand sein, die Sache wahrnehmen und vollständig durchdringen. Aber das ist üblicherweise nicht der Fall. Daher beginnt man mit dem Zustand des Nichtwissens, und das ist die höchste Stufe auf unserer Skala.

Wenn man nicht weiß, kann man wahlweise neugierig oder interessiert sein. Dies ist der Beginn einer ARK-Strömung. Von da an bewegt man sich zu guter Kommunikation, Affinität usw. ; dann gibt es keine Schwierigkeit und keine Verstimmung.

Aber oft stellt man keinen vollkommenen Kontakt her und stößt stattdessen auf irgendeinen Widerstand. Wenn man sich dazu entschließt, trotzdem interessiert zu bleiben, dann muß man die Strömung verstärken, um den Widerstand zu überwinden. Damit beginnt man, nach der Person oder Sache zu verlangen. Nun kann man in Schwierigkeiten kommen, denn es gibt Intensität und Widerstand ; damit ist ein Spielzustand möglich.

Wenn jemand sich weder durchsetzen und sein Verlangen erfüllen, noch es aufgeben kann, dann sinkt er in den Bereich der Anstrengung hinab. Er beginnt, ARK zu erzwingen. Ab diesem Punkt reagiert er mechanisch und hat große Schwierigkeiten.

Wenn er dabei scheitert, es zu erzwingen, wird er versuchen, es zu verhindern. Das ist ein Versuch, sich von etwas zu lösen, das nun mit zu viel Ladung verbunden ist. Aber dies ist oft erfolglos, weil er nun zwanghaft an der Sache festhängt. Er versucht also, die Sache zu nichts zu machen und davon nichts zu haben. Und wenn er dabei scheitert, beginnt er, die Sache rachsüchtig zurückzuweisen.

Es besteht folgende Skala :

Nichtwissen

Neugierig ( Interesse )

Verlangen

Erzwingen

Verhindern

Keine

Verweigert ( Zurückweisung )

Ein ARK-Bruch kann jeden dieser Punkte bezüglich A, R, K oder V aufrühren. Sie können dies einem anderen zugefügt haben oder er Ihnen. Es findet auf den Stufen von Verlangen an abwärts statt, weil diese mehr oder weniger Erzwingen oder Verhindern von ARK-Strömungen sind ( auch Velangen beinhaltet eine gewisse Kraft ). Manchmal erfolgen sie bei den höheren Stufen ( Nicht- wissen und neugierig ), weil diese einen an frühere ARK-Brüche erinnern können.

Es gibt andere zusammengehörige Dreiecke ( wie Sein, Tun und Haben ) und andere Arten von Strömungen ( etwa Energie ). Diese können brechen oder einem Schwierigkeiten machen, aber ARK ist mit Abstand das Wichtigste und das Brauchbarste, um etwas zu bereinigen.

Im nächsten Abschnitt geht es darum, wie man dies anwendet.

22.3 Bereinigen einer Verstimmung

( Dieser Abschnitt wurde ursprünglich im Super-Scio-Buch veröffentlicht und paßt hier perfekt ).

Eine Verstimmung wird am besten als ARK-Bruch beschrieben ( Abkürzung ARK X ). Wenn man an sich selbst Prozesse durchführt, schaut man sich das Ereignis zunächst sehr sorgfältig an. Man konfrontiert, was geschehen ist und macht dazu Feststellungen. Wichtig ist hier, daß man sagt, was ist ( ES-IST-EIN ). ( Anm. d. Übers.: siehe Kapitel 4 ).

Über die verwirrten und ungelösten Teile ( die als nächstes behandelt werden ) sollte man sich keine Sorgen machen. Dies geschieht, um das Erlebnis ein wenig zu mildern. Es muß nicht extra betont werden, daß man dies nicht in der Nähe der Quelle des ARK-Bruches durchführt, wenn irgend möglich.

Wenn Sie extrem verstimmt, wutentbrannt, hysterisch oder dergleichen sind, dann schauen Sie sich abwechselnd das Zimmer und das Ereignis an, bis die Dinge sich ein wenig beruhigen.

Wenn Sie so weit sind, denken Sie an die Punkte Affinität, Realität, Kommunikation und Verstehen. Stellen Sie fest, welcher in der Verstimmung am wichtigsten war. Sie können diesen Schritt wiederholen, wenn es mehr als eine Antwort gibt. Dies ist ein Assessment, wie es zuvor besprochen worden war. Wenn Sie ohne E-Meter arbeiten, nehmen Sie einfach das Naheliegendste. Wenn der folgende Schritt keinerlei Erleichterung bringt, dann versuchen Sie es noch einmal.

Dann prüfen Sie, ob der zuvor gefundene Faktor erzwungen oder verhindert wurde. Falls keines von beidem offensichtlich ist, dann führen Sie ein breiteres Assessment durch. Dieses besteht aus a) Nichtwissen, b) neugierig, c) ersehnt, d) erzwungen, e) verhindert, f) kein(e) ... , g) verweigert. Beachten Sie, daß die Standardtechnologie den Punkt 'Nicht-Wissen' nicht in ihren ARK-Bruch- Assessments verwendet. Es folgt aber der allgemeinen Theorie und zeigt sich mehr, wenn Sie die Skala weiter emporkommen.

Wenn Sie feststellen, daß z. B. eine erzwungene Realität oder eine verhinderte Kommunikation die vorrangige Ursache des ARK-Bruches war, dann sollte es ein Gefühl von Erleichterung geben. Falls nicht, dann haben Sie nicht das Richtige gefunden und sollten das Obige wiederholen.

Die Erleichterung, die man bei diesem Feststellen erlebt, kann teilweise oder völlig sein. Wenn es damit erledigt ist, dann sind Sie fertig. Falls nicht, dann machen Sie folgendermaßen weiter :

Zuerst stellen Sie die Richtung der Strömung fest, z. B. : Haben Sie die Kommunikation einer anderen Person verhindert, oder hat jemand anders Ihre Kommunikation verhindert ? Es könnte sogar sein, daß jemand anders die Kommunikation einer anderen Person verhindert. Oder jemand ( Sie selbst oder jemand anders ) verhindert seine eigene Kommunikation ( oder Affinität oder Realität oder was immer die Antwort war ).

Dann finden Sie genau heraus, welche Kommunikation ( z. B. ) verhindert worden war, und formulieren Sie das deutlich.

Stellen Sie fest, was Sie in dem Erlebnis taten.

Stellen Sie fest, was Sie in dem Erlebnis beschlossen.

Stellen Sie fest, was Sie in dem Erlebnis postuliert haben.

Beachten Sie, daß Profis diese zusätzlichen Fragen nicht speziell verwenden. Aber sie bringen die Person dazu, ES-IST-EIN über das Ereignis zu machen. Wenn man an sich selbst Prozesse durchführt, braucht man im allgemeinen genauere Fragen. Die obigen Fragen zielen darauf ab, mehr ES-IST-EIN zu erzielen.

Wenn bezüglich des Ereignisses etwas immer noch unlösbar oder hoffnungslos erscheint, dann suchen Sie nach einer früheren ähnlichen Verstimmung und wiederholen Sie das obige.

Und achten Sie darauf, nicht zu überlaufen. Wenn es besser geht und dann plötzlich massiver wird, haben Sie den Befreiungspunkt übergangen. Sie sollten diesen wiederherstellen, statt weiterzumachen.

22.4 Größere Verstimmungen auflösen

Nun wollen wir die obige ARK-Bruch-Behandlung auf alle größeren Verstimmungen anwenden, die Sie stören.

Prüfen Sie zunächst, mit welchen Leuten Sie derzeit verstimmt sind. Finden Sie bezüglich jedem den ersten Punkt der Verstimmung. Wenden Sie das obige darauf an, indem Sie prüfen, ob es ein Bruch in Affinität, Realität, Kommunikation oder Verstehen war, usw.

Dann prüfen Sie, mit welchen Situationen Sie momentan verstimmt sind, und bringen diese in Ordnung.

Als nächstes überlegen Sie, ob es jemand gibt, über den Sie ständig verstimmt werden und der oben noch nicht behandelt worden war. Finden Sie die früheste Verstimmung mit der Person, auf die Sie stoßen können, und führen Sie die ARK-Bruch-Behandlung in Bezug darauf durch.

Sie können dasselbe bezüglich Gruppen, der Gesellschaft usw. tun. Wenn sich etwas nicht auflöst, dann schauen Sie früher nach, denn spätere Verstimmungen hängen sich an früheren ähnlichen Verstimmungen auf.

Als nächstes betrachten Sie größere selbstbestimmte Veränderungen, die in Ihrem Leben geschehen sind. Beispielsweise die Entscheidung, daß Sie in eine andere Gegend umziehen sollten. Hier geht es nicht um Veränderungen, um eine günstige Gelegenheit wahrzunehmen, sondern eher um schlechte Zeiten, als Sie etwas unternehmen mußten. Führen Sie die ARK-Bruch-Behandlung bezüglich jeder dieser Veränderungen durch ; finden und beseitigen Sie die besondere Ladung, die Sie zu der Zeit bedrückt hat.

Nun betrachten Sie die Dinge anders herum. Denken Sie nach, wer über Sie verstimmt wurde. Führen Sie diesbezüglich die ARK-Bruch-Behandlung durch, um zu sehen, wie Sie die Verstimmung ausgelöst hatten. Führen Sie dies ( unter Verwendung obiger Punkte ) so lange durch, bis Sie das Gefühl haben, daß Sie die Kontrolle darüber haben, ob Leute mit Ihnen verstimmt werden oder nicht.

Schließlich betrachten Sie Verstimmungen, die Sie zwischen anderen Leuten gesehen haben. Behandeln Sie diese wie oben. Finden Sie, wenn nötig, frühere ähnliche Situationen, als Sie die gleiche Art Verstimmung sahen.

22.5 Das Schema der Aberration

Zu Beginn bricht das Wesen gezielt die Kommunikation ab. Das geschieht aus freier Entscheidung, aber das Wesen wurde vielleicht zu seinem Schaden dazu ermuntert ; denn wenn jemand zu sehr die Kommunikation abbricht, kann er leichter kontrolliert werden.

Sobald jemand die Kommunikation abgebrochen hat ( selbst wenn dies gezielt geschah ), stößt er manchmal auf Dinge, die er nicht mag. Dann protestiert er dagegen, statt sie zu konfrontieren.

Dann erschafft er Dinge zwanghaft aus Protest ( um einen Protest mitzuteilen ) und das führt wiederum zu Problemen.

Als nächstes begeht er schädliche Taten, um diese Probleme zu lösen.

Weil er schädliche Taten beging, hat er nun Zurückhaltungen und neigt dazu, weniger ARK zu haben. Dadurch werden ARK-Brüche möglich, wie sie hier besprochen wurden.

Erst spät im Spiel kann er tatsächlich verletzt werden. Zuerst muß er genug Aberrationen ansammeln, um die Wirkung seiner eigenen Erschaffungen zu werden. Bis dieser Punkt erreicht ist, handelt es sich in Wirklichkeit um ein Spiel von Halbgöttern, die sich necken und ärgern, ohne dabei viel Schaden anzurichten. Das Schlimmste, was sie tun können, ist die Erschaffungen der anderen durcheinanderzubringen, wie kleine Kinder im Sandkasten.

Wir sind die versprengten Überreste dieser frühen gottesähnlichen Wesen, die in ihren eigenen Erschaffungen und denen von anderen feststecken.

Aus der menschlichen Perspektive mag es so aussehen, als hätten Sie gute Gründe für verschiedene Verstimmungen, weil unsere kürzliche Vergangenheit viel furchtbaren Schmerz und Zerstörung enthielt. Es hat den Anschein, als wären die ARK-Brüche das Ergebnis von verschiedenen schlimmen Dingen, die gemacht wurden.

Aber die ARK-Brüche reichen in Wirklichkeit viel weiter zurück bis in eine Zeit, als wir keinen wirklichen Schaden erleiden konnten. Damals konnten wir nur verletzt werden, indem unsere Affinität zurückgewiesen wurde, oder durch die Verweigerung von Kommunikation. Das geschah zuerst, und deswegen haben wir uns seitdem ständig gegenseitig fertig gemacht.

Zuerst kommen die ARK-Brüche. Dann kommen die Auseinandersetzungen.

Versuchen Sie beim zweiten Durchgang durch dieses Buch wirklich frühe ARK- Brüche ausfindig zu machen. Probieren Sie, die Art von Verstimmungen zu finden oder sich vorzustellen, die gottesähnliche Wesen miteinander haben würden.

22.7 Die zugrundeliegenden Mechanismen

Man könnte mit Recht fragen, wie sich der obige Ablauf entwickelt. Schließlich können die Geschmäcker verschieden sein, ohne daß Verstimmungen entstehen ; es gibt viele Leute, mit denen sie nicht reden - und das ganz ohne Nebenwirkung. Mit anderen Worten : Einfach nicht viel ARK haben ist nicht dasselbe, wie einen ARK-Bruch zu haben. Ersteres hat nicht die Ladung und die Verstimmung, die mit letzterem einhergeht.

Der ARK-Bruch findet statt, weil bereits Ladung vorhanden ist. Der Faktor ARK ist machtvoll genug, um Ladung aufzulösen, die sich im täglichen Leben ansammelt ( zuhören, sich kümmern und verstehen bringt Erleichterung ). Wenn eine ARK-Verbindung zerschnitten wird - entweder dadurch, daß sie erzwungen oder daß sie verhindert wird - kann die zuvor erleichterte Ladung sich plötzlich wieder auftürmen. Das ist der wirkliche Grund dafür, daß die Reaktionen oft jeder Verhältnismäßigkeit entbehren.

Beachten Sie aber, daß ARK selbst von sich aus keine Ladung erzeugt. Die Ladung kommt von den Hemmungen und Zwängen des Betreffenden. Dinge, die er sein, tun oder haben muß - oder nicht darf.

In einem gewissen Umfang haben wir schon die Bereiche von "Habenmüssen" und "etwas nicht haben können" behandelt. Wir haben uns auch ein wenig mit der Bereitschaft zu sein und zu tun beschäftigt. Dies ist die zugrundeliegende Quelle von Ladung. Später werden wir uns weiter mit diesen Bereichen befassen.

Wenn Sie bereit sind, alles zu sein, zu tun und zu haben, und keine Zwänge und Hemmungen haben, dann sind Sie frei von geistiger Ladung und Verstimmung. Und dann werden Sie feststellen, daß Ihre eigene freie Wahl fantastische Kraft hat. Denn dann werden Sie nicht länger in die Faktoren des Lebens um Sie herum hineingezogen oder von ihnen zurückgestoßen. Nur weil Sie ein Sklave sein können, heißt das nicht, daß Sie einer sein sollten. Tatsächlich bedeutet es das Gegenteil, nämlich daß Sie hierbei die Auswahl haben. Und Sie werden geschickter darin sein, solch eine Rolle zu vermeiden, wenn Sie das wollen. Denn Sie können es konfrontieren und ziehen es nicht an.

22.8 Ein ARK-Prozeß

Führen Sie dies durch, nachdem Sie alle derzeitigen Verstimmungen bereinigt haben.

Um das Thema abzurunden, gehen Sie an einen belebten Ort und strömen Sie ARK zu beliebigen Leuten.

Dann schauen Sie sich um und finden Strömungen von ARK zwischen Leuten.

Dann stellen Sie sich bildlich Strömungen von ARK zwischen Leuten vor.

Dann strömen Sie mehr ARK zu Leuten hin. Stellen Sie sich vor, daß diese ARK zu Ihnen zurückströmen, selbst wenn sie es nicht zeigen.

Wenn irgendetwas schief läuft, strömen Sie mehr ARK aus.

Sie sollten dann aufhören, wenn Sie sich über Leute wirklich gut fühlen.

SICH SELBST KLÄREN KAPITEL 23 : TÄUSCHUNGEN UND FALSCHE INFORMATIONEN

Seit den allerfrühesten Anfängen haben wir sehr hart daran gearbeitet, uns gegenseitig zu täuschen. Das ist tatsächlich alles, was man jemandem antun kann, der in einem gottesähnlichen Zustand ist.

In der frühen Zeit geschah dies meist aus Spaß oder zum Zweck des Spielens. Später wurde es ernster ; Täuschungen wurden benutzt, um in die Falle zu locken und zu versklaven.

Dies geschah nicht einseitig. Wir alle haben das getan und ließen zu, daß es uns geschah. Auch sahen wir zu, wie andere von anderen getäuscht wurden.

Dieser Bereich ist nicht leicht in Ordnung zu bringen, weil wir sehr gut darin geworden sind. Es ist nicht immer einfach, Wahrheit von Unwahrheit zu unterscheiden oder die Täuschungen zu durchschauen. Sogar Telepathen können einander durch unechte oberflächliche Schichten täuschen, die ihre wirklichen Absichten verbergen.

Aber Sie sollten nicht vergessen, daß es uns manchmal Freude machte, getäuscht zu werden. Eine Zaubershow verwendet erwünschte und erfreuliche Täuschungen. Der Zauberer legt uns herein und lenkt uns ab, um zu verbergen, was wirklich geschieht. Und wenn er das gut macht, dann gefällt uns das meistens.

23.1 Täuschung

Dies ist ein Erinnerungsprozeß.

23.1a) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als Sie durch Täuschung dazu gebracht wurden, zu kämpfen.

23.1b) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als Sie durch Täuschung jemand anders dazu brachten, zu kämpfen.

23.1c) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als ein anderer durch Täuschung andere dazu brachte, zu kämpfen.

23.2 Ablenkung

Wenn Sie wirklich wüßten, was vor sich geht, sei es durch Wahrnehmung oder Lernen, würden Sie nicht hereingelegt werden. Ein Zauberer lenkt daher die Aufmerksamkeit seiner Zuschauer dahin, wo er sie haben möchte. So nehmen sie nicht wahr, was er sonst noch tut. Wir lenken oft die Aufmerksamkeit von Kindern von etwas, das sie nicht haben sollen, auf andere Dinge.

Natürlich gibt es viele andere Gründe, warum Aufmerksamkeit woanders hingelenkt wird. Es geht hier einfach darum, Ihr Bewußtsein darüber zu verbessern.

23.2a) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als ein anderer Ihre Aufmerksamkeit woanders hinlenkte.

23.2b) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als Sie absichtlich die Aufmerksamkeit eines anderen woanders hinlenkten.

23.2c) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als ein anderer die Aufmerksamkeit eines anderen woanders hinlenkte.

23.3 Verwirrung

Eine verwirrte Person hungert nach einem stabilen Stück Information, das Ordnung in die Verwirrung bringt und sie auflöst. Wenn dieser Hunger groß genug ist, wird sie unzutreffende Ideen akzeptieren und sich daran festhalten. Sie wird diese Ideen nicht angemessen überprüfen, sofern sie nur die Verwirrung verringert.

Eine wichtige Methode, um Leute zu manipulieren, besteht daher darin, unwahre Informationen in eine Verwirrung einzubringen. Und ein raffinierter Manipulator wird eine Verwirrung erzeugen, falls noch keine existiert.

Schauen wir uns zunächst die Verwirrung selbst an.

23.3a) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als Sie andere verwirrten.

23.3b) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als ein anderer oder andere Sie verwirrten.

23.3c) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als ein anderer andere verwirrte.

23.4 Ideen in Verwirrungen einbringen

Stellen wir uns vor, eine Gesellschaft sei in einer großen Verwirrung. Es gibt viele soziale Unruhen, vielleicht eine große wirtschaftliche Depression, und man spricht über Revolution oder was auch immer. Nun entsteht die Idee, daß diese Gesellschaft angegriffen wird. Die Verwirrung verschwindet. Alle arbeiten zusammen, um den Angriff zurückzuschlagen.

Den Angriff mag es wirklich geben ; in diesem Fall ist es eine wahre Information. Der Angriff könnte auch gar nicht existieren. Man könnte ihn einfach nur erfunden haben, um die Leute zu manipulieren. Dann wäre er eine unwahre Information.

Wegen der Verwirrung werden die Leute die Idee, die die Lösung zu bringen scheint, gierig aufsaugen, ohne ordentlich darüber nachzudenken. Ein gutes Beispiel ist Hitler, der die Deutschen vor dem 2. Weltkrieg manipulierte. Er wählte einen nicht existierenden Feind ( die Juden ) und gab diese Information in eine bestehende Verwirrung ( die Wirtschaftskrise ) ; und die Leute kauften ihm das ab.

Schauen wir uns einfach Ideen an, die Verwirrungen beheben oder verringern. Diese Ideen könnten wahr oder falsch sein, aber sie wurden vielleicht ohne angemessene Prüfung akzeptiert. Daher sollten wir sie erneut anschauen.

23.4a) Erinnern Sie sich an eine Verwirrung.

23.4b) Welche Idee verringerte oder behob diese Verwirrung ?

23.5 Konflikte schüren

Leute arbeiten oft daran, Konflikte zwischen anderen zu fördern. Sie tun das, weil sie sich davon einen Gewinn versprechen, um einen Gegner loszuwerden oder sogar aus Spaß und weil sie es unterhaltend finden. Der Anstifter versucht meist, außer Sicht zu bleiben, und man sieht nur die Gegner des Konflikts.

Ein Hinweis ist, herauszufinden, wer von dem Konflikt profitieren könnte. In der Praxis erfordert das eine Menge Urteilsvermögen. Denn Leute nehmen auch ihre Vorteile wahr, nachdem etwas passiert ist. Aber Sie sollten sich dessen auf jeden Fall bewußt sein und es als eine der Möglichkeiten ins Auge fassen.

Bei diesem Prozeß geht es einfach darum, die Wahrnehmung und das Bewußtsein zu steigern, und nicht darum, Antworten zu geben. Wenn man herausfindet, wer von etwas profitiert, so ist dies nur der erste Schritt und nicht der letzte, um die Quelle des Konflikts aufzuspüren.

Die Konflikte können alles sein : von erhitzten Streitgesprächen zwischen Leuten bis zu Krieg und Aufständen.

23.5a) Erinnern Sie sich an einen Konflikt.

23.5b) Wer könnte davon profitiert haben ?

23.6 Einem anderen die Schuld zuschieben

Leute arbeiten hart daran, anderen die Schuld zuzuschieben, um selbst nicht erwischt zu werden. Dabei werden massenweise falsche Informationen benutzt.

23.6a) Erinnern Sie sich daran, als Sie versuchten, einem anderen die Schuld zuzuschieben.

23.6b) Erinnern Sie sich daran, als ein anderer versuchte, Ihnen die Schuld zuzuschieben.

23.6c) Erinnern Sie sich daran, als ein anderer versuchte, anderen die Schuld zuzuschieben.

23.7 Verwirrende Zeit

Dies ist eine übliche Methode, die Wahrheit zu ändern oder zu verschleiern : Man ändert oder verschleiert die Zeit, als etwas geschah. Hans schlägt Fritz und dann schlägt Fritz ihn zurück. Dann sagt Hans, daß Fritz ihn zuerst geschlagen hat.

Eine andere übliche Abänderung der Zeit besteht darin, zu sagen, etwas sei vor langer Zeit geschehen anstatt kürzlich, um so seine Wichtigkeit herunterzuspielen.

Das erschwert es, die Lüge zu erkennen. Denn nur die Zeit ist abgeändert worden und nicht das Ereignis selbst.

Leute tun dies so oft, daß es ein üblicher Faktor ist, der zu einem schlechten Gedächtnis beiträgt. Wenn jemand die Zeit von zu vielen Vorkommnissen ändert, erinnert er sich selbst nicht mehr richtig.

23.7a) Erinnern Sie sich daran, als Sie jemand bezüglich der Zeit, wann etwas geschah, in die Irre führten.

23.7b) Erinnern Sie sich daran, als jemand Sie bezüglich der Zeit, wann etwas geschah, in die Irre führte.

23.7c) Erinnern Sie sich daran, als jemand andere bezüglich der Zeit, wann etwas geschah, in die Irre führte.

23.8 Abändern der Wichtigkeit

Ein anderer üblicher Trick ist, die Wichtigkeit von etwas zu verändern. Entweder wird etwas Wichtiges heruntergespielt, oder eine Kleinigkeit wird enorm aufgebauscht.

23.8a) Erinnern Sie sich, wie Sie die Wichtigkeit von etwas übertrieben.

23.8b) Erinnern Sie sich, wie Sie die Wichtigkeit von etwas herunterspielten.

23.8c) Erinnern Sie sich, wie ein anderer die Wichtigkeit von etwas übertrieb.

23.8d) Erinnern Sie sich, wie ein anderer die Wichtigkeit von etwas herunterspielte.

23.9 Herabsetzung

Wenn jemand kurz davor steht, bei einer Lüge ertappt zu werden, setzt er oft den anderen herab, damit der seine eigene Realität anzweifelt.

Dies ist nicht der einzige Grund für Herabsetzung. Daher kann man daraus nichts schlußfolgern. Sie sollten aber imstande sein, auf Herabsetzungen mit einem Schulterzucken zu reagieren. Sie sollten sich dadurch nicht vom Thema abbringen lassen, damit Sie erkennen können, was wirklich los ist.

23.9a) Erinnern Sie sich daran, wie Sie jemand anders herabgesetzt haben.

23.9b) Erinnern Sie sich daran, wie jemand Sie herabgesetzt hat.

23.9c) Erinnern Sie sich daran, wie jemand einen anderen oder andere herabsetzte.

23.9d) Erinnern Sie sich daran, wie Sie sich selbst herabsetzten.

23.10 Scham und Peinlichkeit

Man kann jemand überraschend gut manipulieren, wenn man ihm ein Gefühl von Scham oder Peinlichkeit gibt. Leute benutzen das oft, um zu kontrollieren oder andere abzulenken.

Dieses Vorgehen scheint ARK zu versprechen, während es doch die Person drängt, sich zu ändern.

23.10a) Erinnern Sie sich daran, als man Ihnen ein peinliches Gefühl gab.

23.10b) Erinnern Sie sich daran, als Sie einem anderen ein peinliches Gefühl gaben.

23.10c) Erinnern Sie sich daran, als ein anderer einem anderen oder anderen ein peinliches Gefühl gab.

23.10d) Erinnern Sie sich daran, als Sie sich selbst ein peinliches Gefühl gaben.

23.11 Unwahre Vorwürfe

Dies zeigt sich auf verschiedene Weise.

Leute, die hereingelegt worden waren und nun sehr besorgt darüber sind, erneut hereingelegt zu werden, machen oft unzutreffende Vorwürfe.

Leute, die andere hereinlegen, machen auch unwahre Vorwürfe, um ihre Gegner fertigzumachen. Und sie verleiten andere dazu, unwahre Vorwürfe zu machen.

Hier geht es um beabsichtige oder unbeabsichtigte unwahre Vorwürfe.

23.11a) Erinnern Sie sich daran, wie Ihnen ein unwahrer Vorwurf gemacht wurde.

23.11b) Erinnern Sie sich daran, wie Sie jemand anders einen falschen Vorwurf machten.

23.11c) Erinnern Sie sich daran, wie ein anderer anderen falsche Vorwürfe machte.

23.12 Mehr zum Thema "Konflikte schüren"

Hier brauchen wir wieder unser Urteilsvermögen. Der Versuch zu manipulieren ist nicht der einzige Grund, daß man Ihnen sagte, etwas oder jemand sei schlecht. Aber es kommt recht häufig vor. Also sollten Sie es selbst prüfen.

23.12a) Finden Sie einen Moment, als Ihnen gesagt wurde, etwas oder jemand sei schlecht.

23.12b) Wer sagte Ihnen das ?

23.12c) Hatte derjenige ein Eigeninteresse ?

23.13 Wahrheit und Unwahrheit

Gehen Sie nun Ihre Erfahrungen durch.

23.13a) Finden Sie etwas, das man Ihnen gesagt hatte, und von dem Sie herausfanden, daß es wahr ist.

23.13b) Finden Sie etwas, das man Ihnen gesagt hatte, und von dem Sie herausfanden, daß es unwahr ist.

23.14 In die Irre geführt werden

23.14a) Wie haben Sie jemand anderen in die Irre geführt ?

23.14b) Wie hat ein anderer Sie in die Irre geführt ?

23.14c) Wie hat ein anderer andere in die Irre geführt ?

23.15 Manipulation

23.15a) Wie haben Sie einen anderen manipuliert ?

23.15b) Wie wurden Sie manipuliert ?

23.15c) Wie hat ein anderer andere manipuliert ?

23.16 Bewertung

Hier geht es nicht um einfache Bewertung, wenn die Bedeutung oder Wichtigkeit von etwas untersucht oder erörtert wird. In diesem Sinne ist jede Ausbildung eine Bewertung.

Aber Bewertungen, die einem gewaltsam aufgezwungen werden, sind eine andere Sache. In diesem Fall wird einem nicht erlaubt, selbst zu denken. Es macht einen sowohl dumm als auch pedantisch.

Und wenn man etwas gewaltsam eingetrichtert bekommt und sich nicht frei und offen darüber Gedanken machen darf, dann sollte man den Informationen und den Motiven der "informierenden" Person mißtrauen.

Manchmal ist es einfach ein armer Lehrer, der selbst gewaltsam und gedankenlos erzogen wurde. Manchmal ist es Selbstgerechtigkeit oder Fanatismus.

Aber manchmal ist etwas mit den Informationen selbst verkehrt. Oder es gibt eine Absicht, zu kontrollieren und zu beherrschen.

23.16a) Wurde Ihnen eine Bewertung aufgezwungen ?

23.16b) Haben Sie einem anderen eine Bewertung aufgezwungen ?

23.16c) Hat ein anderer anderen Bewertungen aufgezwungen ?

23.17 Urteilsfähigkeit

Im Grunde geht es um Urteilsfähigkeit - was macht Sinn, wo scheint etwas faul zu sein. Zum Beurteilen der Dinge müssen Sie viele Faktoren bewerten, statt als einzige Regel "ist es schwarz oder weiß" zu verwenden.

Erinnern Sie sich an etwas, daß man Ihnen sagte und worüber Sie sich unsicher waren. Machen Sie zwei Listen : eine für die Dinge, die darauf hinweisen, daß es zutrifft, und eine für Hinweise darauf, daß es unwahr ist. Gehen Sie die Listen durch und fügen Sie immer mehr Dinge hinzu. Tun Sie dies solange, bis Sie das Gefühl haben, alle wichtigen Faktoren sortiert zu haben. Während Sie die Dinge auf den Listen notieren, sollten Sie nicht versuchen, sich für die Wahrheit oder Unwahrheit zu entscheiden. Danach schauen Sie diese Listen durch und beurteilen, für welche Seite das meiste spricht.

Wenn Sie viele Faktoren zusammengetragen haben und alle Anzeichen für eine der beiden Seiten sprechen, dann haben Sie es gefunden.

Wenn aber zwischen beiden Seiten ein Gleichgewicht besteht, gibt es mehrere Möglichkeiten. Vielleicht haben Sie nicht genug Informationen und es bleibt deshalb ungelöst. Aber Sie sollten drei weitere Möglichkeiten prüfen, bevor Sie die Sache zur Seite legen, um sie später zu klären.

Beide Seiten könnten im Gleichgewicht stehen, weil jemand Ihnen viele falsche Informationen über eine der Seiten zukommen ließ. Mit anderen Worten, eine der Seiten könnte unzutreffend sein. Überprüfen Sie also jede Seite und halten Sie Ihre Augen auf, um mögliche Täuschungen zu erkennen.

Vielleicht haben Sie auch selbst das Gleichgewicht zwischen beiden Seiten herbeigeführt. Wenn Sie zum Beispiel ein starkes Verlangen danach haben, daß eine bestimmte Antwort dabei herauskommt, so könnten Sie die Dinge verdrehen. Prüfen Sie also, ob Sie diesbezüglich ein Vorurteil haben. Schauen Sie die Listen erneut durch und sehen Sie nach, ob Sie vorurteilsbehaftete Antworten aufgeschrieben haben.

Aber der übliche Grund ist, daß Sie zwei verschiedene Dinge miteinander vermischt haben, und die Listen bewirken, daß dies aussortiert wird. Vielleicht haben Sie zwei Dinge vermischt, die nichts miteinander zu tun haben. Untersuchen Sie die Listen, ob es einen gemeinsamen Nenner gab, der zu diesem Ergebnis führte. Dann prüfen Sie Ihre ursprüngliche Frage, ob Sie dies nicht in zwei verschiedene Faktoren unterteilen und zwei getrennte Auswertungen durchführen können. Versuchen Sie eine Analyse, wie diese zwei Dinge wirklich miteinander in Verbindung stehen, und wie sie vermischt wurden. Es könnte sein, daß Sie eines der Dinge wollen, aber nicht das andere ; vielleicht läßt sich das irgendwie ermöglichen.

Führen Sie diese Übung mit einer Anzahl verschiedener Dinge durch, sowohl persönlicher als auch gesellschaftlicher Art. Versuchen Sie, zumindest in einem Fall eine Einbildung oder Täuschung aufzudecken.

Gehen Sie nicht halb-wissend von unzureichenden Informationen aus.

Denken Sie daran, daß unwahre Anschuldigungen unser Dasein v