SICH SELBST KLÄREN KAPITEL 6 : DIE VERGANGENHEIT KONFRONTIEREN

Hier werden wir weitere subjektive Prozesse durchführen und es ist an der Zeit, ein paar nützliche Regeln zu erwähnen, die Sie befolgen sollten.

Ihre Prozesse werden viel besser funtionieren, wenn Sie genug gegessen und geschlafen haben und Sie sie an einem ruhigen und sicheren Ort durchführen, wo Sie nicht abgelenkt werden.

Verwenden Sie keine subjektiven Techniken, wenn Sie verstimmt oder verwirrt sind, es sei denn, der Prozeß behandelt direkt diese Verstimmung. Sie können unter allen Umständen gegenstandsbezogene Techniken benutzen, wie sie in den ersten paar Kapiteln beschrieben wurden.

Objektive Techniken befassen sich damit, Dinge in der Gegenwart wahrzunehmen oder zu tun. Sie können sehr hilfreich sein, wenn Sie müde oder verstimmt sind. Aber in diesen Situationen sollten Sie Prozesse verwenden, die Sie schon kennen, anstatt zu versuchen, neue zu lernen, während Sie sich in einem nicht-optimalen Zustand befinden.

Im Allgemeinen sollten Sie kein Prozessing unter dem Einfluß von Drogen oder Alkohol durchführen. Die Ausnahme sind gegenstandsbezogene Techniken, die Ihnen helfen, wieder fit zu werden.

Aber manchmal haben Sie keine Wahl. Subjektive Prozesse funktionieren unter dem Einfluß von Schmerzmitteln und anderen Dingen, die einen geistig behindern, aber man macht meist nur langsam Fortschritte und die Ergebnisse sind nicht tiefgreifend. Benutzen Sie alles, was Sie kennen, um Ihre Genesung zu fördern, falls Sie sich mal in einem Krankenhaus wiederfinden. Es ist nicht unmöglich oder verboten, aber hart.

Nun kennen Sie die Sicherheitshinweise, und wir führen etwas Prozessing durch, um Ihre Erinnerungen und Ihre Fähigkeit, die Vergangenheit zu konfrontieren, zu verbessern.

Wenn sich traumatische Ereignisse ansammeln, bleibt die eigene "Lebenskraft" ( oder "Theta", wie man es in Scientology nennt ) nach und nach in den unangenehmen Erfahrungen stecken oder wird davon eingeschlossen.

Die beste Technik, um diese Dinge zu mildern und etwas von der eigenen Energie zurückzugewinnen, besteht nicht darin, in sie einzutauchen und sich mit dem Trauma abzukämpfen ; stattdessen sollte man sich an angenehme Zeiten erinnern. Das holt Sie aus den unangenehmen feststeckenden Teilen Ihrer Vergangenheit.

Diese können Sie sich als eine Art "Zeitspur" vorstellen, eine zeitlich geordnete Linie mit Datumsangaben und Ereignissen darauf, oder als eine Rolle Kinofilm. An den unangenehmen Erfahrungen kann man hängenbleiben und sie sammeln geistige Ladung an, die Ihre Aufmerksamkeit und Energie einfängt. Schließlich kann die ganze Zeitspur schwarz und unsichtbar werden, weil Sie sich dagegen wehren, die unangenehmen Erfahrungen anzuschauen.

Aber es gibt viele gute Zeiten zwischen den unangenehmen Momenten. Wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit darauf richten, verringern Sie die Schwärze und Blockaden der Erinnerung, und ziehen Energie von den feststeckenden Zeitpunkten ab.

Letztendlich werden Sie die traumatischen Erfahrungen bereinigen müssen, aber das tun Sie besser, nachdem Sie Ihre Energie erhöht und Erinnerungsblockaden beseitigt haben und einfache Rückruftechniken beherrschen. Und das Rückrufen angenehmer Momente ist ein wichtiger Trick, um einer traumatischen Erinnerung zu entkommen, die einen überwältigt hat.

Es besteht eine kleine Möglichkeit, daß eine spezielle Frage, die nach einem angenehmen Augenblick fragt, stattdessen ein Verlusterlebnis aufwühlt. Im Allgemeinen zieht man sich während der Prozesse nicht von so etwas zurück, aber in diesem besonderen Fall suchen wir nur nach angenehmen Momenten.

Sollte dies geschehen, konfrontieren und bestätigen Sie den Verlust, falls Sie können. Dann suchen Sie sofort und zielstrebig nach einem angenehmen Moment. Wenn das zu schwierig ist oder Sie dabei steckenbleiben oder keine angenehmen Erinnerungen zu der speziellen Frage finden können, dann lassen Sie diese Frage weg ; finden Sie IRGENDEIN angenehmes Erlebnis, egal auf welche Weise. Wenn sogar das nicht klappt, dann machen Sie die Übung von Kapitel 1, bei der Sie umherschauen und Dinge wahrnehmen. Sobald Sie sich ein wenig beruhigt haben und sich etwas besser fühlen, erinnern Sie sich an einen angenehmen Augenblick. Wenn Sie sich erholt haben, lassen Sie die Frage aus, die Ihnen Schwierigkeiten machte, und gehen zur nächsten.

Beenden Sie diesen Prozess nicht, wenn Sie in die zuvor beschriebenen Schwierigkeiten kommen. Es ist ähnlich, wie wenn man von einem Pferd fällt : man muß sofort wieder aufsteigen, so daß man keine Furcht davor entwickelt. Stellen Sie also sicher, daß Sie sich an ein paar gute angenehme Erlebnisse erinnern, bevor Sie aufhören - und sei es auch nur für eine Pause.

Beachten Sie, daß dies Wiederholungs-Prozesse sind. Sie führen die Anweisungen immer und immer wieder durch, bis Sie ein Ergebnis erzielen.

6.1 Einfacher Rückruf - Affinität

Führen Sie die folgenden 3 Anweisungen abwechselnd durch, bis Sie sich gut fühlen.

Erinnern Sie sich an spezielle Zeiten und Personen.

6.1a) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als Sie jemand mochte.

6.1b) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als Sie jemand mochten.

6.1c) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als zwei Leute sich mochten.

6.2 Einfacher Rückruf - Realität

6.2a) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als jemand mit Ihnen einer Meinung war.

6.2b) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als Sie mit jemandem einer Meinung waren.

6.2c) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als zwei Leute einer Meinung waren.

6.3 Einfacher Rückruf - Kommunikation

6.3a) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als jemand gern mit Ihnen sprach.

6.3b) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als Sie gern mit jemand anders sprachen.

6.3c) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als zwei Leute gern miteinander sprachen.

6.4 Einfacher Rückruf - Verstehen

6.4a) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als Sie fühlten, daß jemand Sie wirklich verstanden hat.

6.4b) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als Sie fühlten, daß Sie wirklich jemand anders verstanden hatten.

6.4c) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als Sie fühlten, daß zwei Leute sich wirklich verstanden hatten.

6.5 Einfacher Rückruf - Sinneswahrnehmungen

Geben Sie sich die folgenden 5 Anweisungen abwechselnd, bis Sie sich gut fühlen.

Finden Sie spezielle Momente und versuchen Sie, die geforderte Wahrnehmung nachzuempfinden.

6.5a) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als Sie etwas Schönes sahen.

6.5b) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als Sie etwas hörten, das Sie erfreute.

6.5c) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als Sie etwas schmeckten, das Sie mochten.

6.5d) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als Sie etwas Gutes rochen.

6.5e) Erinnern Sie sich an eine Zeit, als Sie etwas Angenehmes fühlten.

6.6 Rückrüf mit Einzelheiten

Hier greifen wir eine bestimmte Art von Erlebnis auf und gehen es detailliert durch. Jede Hauptfrage ist ein eigener Prozeß. Die erste wird vollständig beschrieben. Alle anderen sollten genau so durchgearbeitet werden. Wenn Sie keine speziellen Antworten auf die Fragen nach den Einzelheiten finden können, dann erhalten Sie ungefähre Eindrücke.

6.6.1 Erinnern Sie sich an eine Zeit, als es Ihnen Freude machte, zu essen.

a) Wann war das ?

b) Wo war es ?

c) Wer war noch anwesend ?

d) Nehmen Sie die Farben der Gegenstände in dem Geschehnis wahr.

e) Nehmen Sie wahr, wie es sich anhörte.

f) Nehmen Sie Geschmack, Gerüche und Empfindungen wahr.

g) Nehmen Sie Ihre Körperposition zu der Zeit wahr.

h) Geschah damals noch etwas Interessantes ?

Dann erinnern Sie sich an eine andere Zeit ( möglichst früher ), als es Ihnen Freude machte, zu essen ; wiederholen Sie die obigen Fragen nach den Einzelheiten. Finden Sie weitere Zeiten, bis Sie sich gut fühlen.

6.6.2 Erinnern Sie sich an einen angenehmen Moment der Intimität.

Das könnte sexuelle Intimität sein oder ein Moment besonderer Nähe zwischen Elternteil und Kind oder auch ein Moment tiefer Freundschaft oder gegenseitiger Unterstützung.

Benutzen Sie dieselben Fragen nach den Einzelheiten wie oben, und finden Sie weitere Zeiten der Intimität, bis Sie sich gut fühlen.

6.6.3 Erinnern Sie sich daran, wie Sie stolz auf Ihre Arbeit waren.

Bearbeiten Sie diese Frage wie oben beschrieben.

6.6.4 Erinnern Sie sich daran, wie Sie als Teil einer Gruppe Spaß hatten.

Bearbeiten Sie diese Frage wie oben beschrieben.

6.6.5 Erinnern Sie sich daran, wie Sie einen angenehmen Ort erforscht haben.

Bearbeiten Sie diese Frage wie oben beschrieben.

6.6.6 Erinnern Sie sich an eine Zeit, als Sie froh waren, zu leben.

Bearbeiten Sie diese Frage wie oben beschrieben.

6.7 Man kann noch mehr tun

Bevor wir uns fortgeschritteneren Themen wie vergangenen Leben zuwenden, sollten Sie sich wirklich gut darüber fühlen, ganz allgemein Erlebnisse zurückzurufen.

Stellen Sie fest, ob Sie dies durch die obigen Prozesse erreicht hatten. Falls nicht, könnten Sie vielleicht noch mehr aus ihnen herausholen. Beginnen Sie bei Frage 6.1 und prüfen Sie, ob Sie die Frage noch etwas weiter bearbeiten können, oder ob Sie einen Befreiungspunkt erreichten, der zu gut war, um ihn zur Zeit noch weiter zu verbessern.

Es gibt auch ein Buch namens "Selbstanalyse" von L. Ron Hubbard, mit sehr vielen Erinnerungsprozessen, die bei Bedarf noch zusätzlich zu den obigen durchgeführt werden können.

Beachten Sie, daß es hier nicht um perfektes Erinnerungsvermögen geht, sondern um eine Verbesserung und um etwas Gewißheit und Fähigkeit dabei, sich zu erinnern. In diesem Buch gibt es noch viel mehr Rückrufprozesse.

6.8 Erinnerungen an vergangene Leben

Wir sind unsterbliche Geistwesen, die viele Leben gelebt haben. Für manche Leute ist das offensichtlich, aber andere haben mit dieser Vorstellung ihre Schwierigkeiten.

Wenn Sie sich mit dieser Idee nicht so leicht anfreunden können, dann bitte ich Sie nur, daß Sie die Möglichkeit zulassen und einiges ausprobieren.

Um mit dem Buch fortzufahren, ist es nicht erforderlich, daß Sie auch wirklich an vergangene Leben glauben.

Prozesse können aber Dinge aufrühren und sie sichtbar werden lassen, und Sie müssen bereit sein, zu konfrontieren, was immer dabei zum Vorschein kommt. Manchmal könnten diese Dinge nicht logisch in Ihr jetziges Leben passen.

Zumindest sollten Sie Neuem gegenüber aufgeschlossen und bereit sein, die Dinge, die da kommen könnten, ohne Vorurteil anzuschauen. Und Sie werden einige Informationen, Einweisung und etwas Erfahrung im Umgang mit vergangenen Übung brauchen ; nur dann können Sie erkennen, wie die Dinge zusammenpassen, wenn sie auftauchen.

Aber Sie müssen nicht daran glauben. Sie können über diese vergangenen Leben denken, daß sie Übungen der Einbildungskraft oder eine Methode sind, um genug Freiraum für den Umgang mit den zahlreichen unterbewußten Erscheinungen zur Verfügung zu stellen.

Machen Sie diese Übungen, ob Sie nun an vergangene Leben glauben oder nicht. Seien Sie darauf vorbereitet, daß manchmal merkwürdige und ungewöhnliche Dinge auftreten, wenn Sie dieses Buch durcharbeiten. Und fixieren Sie sich nicht darauf, irgendetwas zu diesem Thema zu beweisen oder zu wiederlegen. Wenn es an der Zeit ist, wird es für Sie klar werden.

6.9 Einige grundlegende Informationen über vergangene Leben

Therapien, die die Existenz vergangener Leben einschließen, konzentrieren sich oft auf traumatische Erlebnisse, die damals geschahen. Das umfaßt besonders die ständigen unerfreulichen Umstände des Sterbens. Aber diese unangenehmen Erfahrungen sind einer der Gründe, warum Leute sich nicht an vergangene Leben erinnern wollen.

Daher werden wir uns am Anfang auf angenehme Erinnerungen konzentrieren und die schlechten Zeiten erst einmal auslassen.

Beim Erinnern neigt man dazu, Dinge so zu verdrehen, daß sie einem vertraut erscheinen - besonders dann, wenn die tatsächliche Szene völlig anders war, als man gewohnt ist. Und wenn man eine wirkliche aber unklare Erinnerung an etwas hat, besteht die Neigung, die Lücken mit etwas auszufüllen, das man im Fernsehen sah oder in einem Geschichtsbuch las. Sie werden zum Beispiel feststellen, daß man oft seine heutige Sprache "einsetzt" statt die wirkliche Sprache, die in einem altes Geschehnis gesprochen wurde.

Auch Wunschdenken kann mit ins Spiel kommen. Wenn man sich an etwas aus dem alten Rom erinnert, könnte man versucht sein, zu glauben, daß man Julius Cäsar war, denn er war eine bekannte und mächtige Figur.

Ein weiterer Mechanismus kommt ins Spiel : man neigt dazu, die Rollen zu vertauschen und glaubt, man war der Gewinner anstatt der Verlierer, oder das Opfer anstelle des Schuldigen. Es funktioniert in beiden Richtungen ; die andere Seite scheint einem wohl atraktiver. Da Sie nicht die unangenehmen Lebensabschnitte Ihres Gegners erlebt haben, ist es leichter, sich irrtümlich daran zu erinnern, man sei auf der anderen Seite eines Konfliktes gewesen ; sonst müßte man dem Schmerz oder der Schuld ins Auge sehen, die man tatsächlich erlebt hatte.

Es gibt uns schon eine lange Zeit, und in einem gewissen Umfang befinden wir uns in eingefahrenen Gleisen. Zivilisationen und kulturelle Erscheinungen wiederholen sich oft. Es gab viele Planeten, die der Erde ähnlich waren, und die Geschichte wiederholt sich oft, zumindest im Groben. Was also zuerst wie ein Leben im alten Rom erscheint, könnte sich schließlich als etwas erweisen, das vor Millionen von Jahren auf einem entfernten Planeten stattfand.

All dies wird sich nach und nach ordnen, und vieles von dem, was zunächst fälschlicherweise in Erinnerungen hineingelegt wurde, wird wegfallen, wenn Sie weiter vorankommen.

Bestehen Sie also nicht darauf, daß das, woran Sie sich unklar erinnern, korrekt und genau sei. Befassen Sie sich nicht damit, dies zu verteidigen ; fixieren Sie sich nicht auf ungenaue Erinnerungen. Das wäre eine verkehrte Aufassung von Stolz oder Status.

Achten Sie aber auch darauf, die Erinnerungsstücke nicht herabzusetzen ; lehnen Sie sie nicht als komplett erdichtet ab, nur weil da ein paar logische Ungereimtheiten vorkommen.

Beim Versuch etwas zu finden läßt das Unbewußte oft ein wichtiges Bruchstück unverändert durchkommen, selbst wenn es mit ungenauen "Ersetzungen" umgeben wird. Wenn Sie beispielsweise ein "vergangenes Leben" als eine erfundene Figur aus einem Kinofilm zurückrufen, dann tun Sie das ruhig. Sagen Sie sich nicht : "Das ist völlig unmöglich. Ich kann doch nicht Shakespeare's MacBeth gewesen sein !"

Wenn Sie das gesamte Geschehnis herabsetzen, dann setzen Sie auch das kleine Stückchen ab, das wahr ist und das auftauchte, so daß Sie es sehen konnten. Vielleicht haben Sie einmal Ihren Vater ermordet, um sich zu bereichern, so wie es MacBeth tat, aber das tatsächliche Geschehnis ist außer Reichweite. Wenn Sie den größtenteils erdichteten Inhalt konfrontieren, dann sehen Sie auch dem winzigen Teil ins Auge, der echte Erinnerung ist und dem Sie nicht ausweichen sollten.

Kämpfen Sie nicht gegen die Erinnerungsstücke und verlangen Sie nicht, daß sie historisch zutreffend sind. Lassen Sie sie so, wie sie sind. Nach und nach wird Ihre Fähigkeit zunehmen, Dingen ins Auge zu sehen, und die Menge geistiger Ladung wird abnehmen. Und Sie werden sich an die Wirklichkeit hinter den Halbwahrheiten erinnern können, auf die Sie anfangs stoßen.

6.10 Der erste Schritt zum Rückruf vergangener Leben

Unsere Existenz dauert Millionen von Leben in diesem Universum und in früheren.

Unsere Zeit auf der Erde ist im Vergleich dazu nur ein Tropfen in einem Eimer. Aber Planeten wie die Erde hat es sehr lange gegeben, und es wird meist einfacher für Sie sein, sich an solche zu erinnern als an fremdartige. Selbst wenn sie nur einen Tausendstel Ihrer früheren Leben umfassen, stehen sie doch für diejenigen, mit denen Sie am meisten vertraut sind und an die Sie ständig erinnert werden.

Diesen Vorteil werden wir nutzen und nach angenehmen Leben in einer Umgebung suchen, mit der Sie schon einigermaßen vertraut sind.

Wählen Sie die Periode in der Geschichte aus, die Sie am liebsten mögen, und die Zivilisation, für die Sie die meiste natürliche Zuneigung empfinden. Oder falls Sie sich sehr von Fantasy oder Science Fiction angezogen fühlen, stellen Sie sich ein Reich im Weltraum oder eine Fantasy-Welt vor, die Ihnen ein wirklich gutes Gefühl gibt.

Sobald Sie Ihre Wahl getroffen haben, ignorieren Sie alle Einzelheiten, vor allem berühmte Namen und Ereignisse. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf die allgemeinen Eigenschaften der Zivilisation. Und wenn Ihnen irgendeine historische Einzelheit wirklich verkehrt vorkommt, dann ignorieren Sie sie ; Sie nehmen vielleicht bereits etwas aus einer fernen Vergangenheit wahr, das weiter zurückliegt als die jüngeren Zivilisationen der Erde, über die Sie gelesen haben.

Wir konzentrieren uns auf einen Zeitraum, der Ihnen ein angenehmes Gefühl gibt und wir versuchen so, ein erfreuliches Leben aufzurühren. Daher können Sie sich wohl auf Ihr Gefühl verlassen, welche Art von Person Sie waren und was Sie wohl getan haben. In einem guten Leben ist die Neigung, angenehme Erlebnisse als Ersatz einzufügen, nicht so ausgeprägt wie bei harten Leben, weil die wirklichen Erfahrungen tatsächlich erfreulich waren.

Nun stellen Sie sich vor, welch eine Tätigkeit Sie in so einer Zivilisation gern gemacht hätten. Stellen Sie sich vor, wie Sie dies tun. Versuchen Sie, die Farben, Geräusche und alle Einzelheiten wahrzunehmen, die echt erscheinen. Verändern Sie dies und orientieren Sie sich daran, was sich echt und was sich verkehrt "anfühlt", bis Sie damit glücklich sind. Machen Sie sich klar, daß dies eine Annäherung an eine echte Erinnerung sein könnte.

Machen Sie dies noch ein paar Male. Stellen Sie sich Situationen der Tätigkeit vor, die Ihnen Freude machte. Schauen Sie sich dann diese verschiedenen Situationen an und stellen Sie fest, ob Sie sie in einer Reihenfolge anordnen können ( was könnte zuerst geschehen sein, usw. ).

Überlegen Sie, welche Tätigkeit oder Lebenssituation sich so anfühlt. Stellen Sie sich Ereignisse vor, wie Sie eine entsprechende Tätigkeit ausführen. Sortieren Sie diese auf einer Art Zeitlinie ein, zusammen mit den vorigen. Es wird hilfreich sein, wenn Sie dies aufschreiben und viel Platz für Ergänzungen lassen.

Denken Sie sich aus, welche Leute Sie unter diesen Umständen wohl mochten : Freunde, Geliebte, Eltern, Kinder, usw. Versuchen Sie, sich ein paar wirklich gute Erlebnisse mit diesen Leuten vorzustellen, und bringen Sie sie in der Reihenfolge unter.

Könnte sich damals etwas wirklich Gutes ereignet haben ? Ein persönlicher Erfolg oder ein wichtiges Ereignis, das Ihr Leben vorteilhaft beeinflußt hat ? Stellen Sie sich wieder Erlebnisse vor und fügen Sie sie der Reihenfolge hinzu.

Wenn Ihnen etwas Schlechtes passiert, dem Sie ins Auge sehen sollten, dann tun Sie das ; stellen Sie sich auch das vor, und fügen Sie es in die Reihenfolge ein. Aber als Ausgleich sollten Sie sich noch einmal einige der guten Dinge anschauen. Suchen Sie nicht nach all den schrecklichen Dingen, die Ihnen geschehen sind.

Wiederholen Sie nun das Rückrufverfahren mit Einzelheiten, das im obigen Abschnitt 6.6 beschrieben war. Wenden Sie es auf dieses vergangene Leben an, das Sie rekonstruiert haben.

Schreiben Sie nun eine kurze Zusammenfassung dieses Lebens. Und notieren Sie alles, von dem Sie sicher sind, daß es geschah.

Wählen Sie einen anderen geschichtlichen Zeitraum ( oder ein anderes Weltraum- Imperium oder was auch immer ) und wiederholen Sie dieses Verfahren bezüglich eines zweiten Lebens.

Tun Sie das nochmal bezüglich eines dritten Lebens. Betrachten Sie mindestens drei, so daß Sie sich nicht zu sehr auf das erste fixieren.

Akzeptieren Sie die Idee, daß das, was Ihnen einfiel, nur zur Hälfte zutreffen könnte - eine Mischung von echter Erinnerung und selbstgeschaffenen Vorstellungen. Sogar dieser letzte Teil wird Ihnen helfen, Ihren Gesichtspunkt zu erweitern.

6.11 Abschließender Schritt

Dies ist nicht der abschließende Schritt im Umgang mit vergangenen Leben. Sie werden dazu noch viel mehr machen, wenn Sie durch das Buch hindurch gehen. Dies ist nur der letzte Schritt dieses Kapitels und es geht dabei darum, alles zusammenzusetzen und Ihre Gewinne, die Sie beim Erinnern dieser vergangenen Leben gemacht haben, zu stabilisieren.

Und wenn diese vergangenen Leben sehr unklar und ungewiß erscheinen, machen Sie sich keine Sorgen. Wir sind noch nicht weit genug vorangekommen, um gute handfeste Rekonstruktionen durchzuführen, sofern Sie nicht bereits umfangreich mit vergangenen Leben gearbeitet haben oder in einem außergewöhnlich guten Zustand sind.

Hier ging es nur darum, Ihnen einen Einstieg zu ermöglichen, so daß Dinge aus vergangenen Leben leicht hervorkommen können, wenn das während der Prozesse erforderlich ist.

Nun sind Sie bezüglich vergangener Leben einigermaßen orientiert. Ein sehr guter Abschluß wäre nun, die Prozesse 6.1 bis 6.6 erneut bezüglich eines größeren Zeitraums durchzuführen, falls Sie nicht schon beim ersten Mal, als Sie diese machten, auf Erinnerungen vergangener Leben gestoßen waren.

Es besteht die Möglichkeit, diese Prozesse zu überlaufen, falls Sie vorher schon durchgeführt worden waren. Wenn das geschieht, stellen Sie den früheren Befreiungszustand wieder her, wie das in Kapitel 2 besprochen wurde. Aber die Chancen stehen gut, daß die meisten dieser Prozesse oder alle erfolgreich bezüglich des größeren Zeitraumes, der jetzt eröffnet wurde, wiederholt werden können.

Und beschränken Sie diese Prozesse nicht auf die 3 Leben, die Sie oben in Einzelheiten durchgegangen waren. Akzeptieren Sie, was immer sichtbar wird.

In diesem Schritt könnten Sie wirklich auf einige sehr reale und lebendige Erinnerungen stoßen. Das liegt an all der harten Arbeit, die Sie in den vorigen Schritten erledigt haben.

SICH SELBST KLÄREN KAPITEL 7 : BEREITSCHAFT UND ZUGÄNGLICHKEIT

Es wäre zu umfangreich, alle verschütteten Bereiche des Verstandes auf einmal zu öffnen. Es wäre einfach zu überwältigend. Und daher hält man seine Blockaden aufrecht, weil man weiß, daß man zermalmt würde, wenn man alle Tore öffnen würde.

Aber die Leute sind so dumm, mehr und mehr Schichten nicht-konfrontierter Dinge hinzuzufügen, ohne jemals etwas aus diesen versteckten Bereichen zurückzuholen.

Die einfache Lösung besteht darin, eine Sache zur Zeit freizulegen und schrittweise das Verborgene offenzulegen, wobei man die Dinge in einem Tempo hervorholt, das die Person akzeptieren kann.

Niemand könnte es ertragen, wenn alle seine Erinnerungen aus allen Leben auf einen Schlag zurückkämen. Aber man kann das schrittweise tun, indem man die Erinnerungen Schritt für Schritt offenlegt und die Identität der Person als unsterbliches Geistwesen wiederherstellt.

Es gibt einen Bereich des Verstandes, der klar und offen ist. Sie nehmen diesen Bereich immer noch wahr und können damit bewußt arbeiten. Und es gibt einen schwarzen Bereich, der so tief vergraben ist, daß Sie nicht an ihn heran kommen. Und dazwischen gibt es eine graue Zone.

Diese graue Zone ist der zugängliche Bereich. Er enthält die Dinge, die innerhalb Ihrer Reichweite liegen und die Sie durch Prozesse finden und bereinigen können.

Wenn Sie Dinge aus diesem grauen Bereich entfernen und aufklären, dann gelangt mehr aus dem vormals schwarzen Bereich in den grauen. Es ist, als wenn man nach und nach Sandschichten entfernt, weil man nicht zu tief graben kann, denn sonst würde der Sand neben dem Loch in dieses hineinrutschen ; aber es ist möglich, schrittweise eine Schicht zu entfernen und die darunterliegende Sandschicht freizulegen.

Der graue Bereich mag schmal oder breit sein. Sind Sie satt und gut ausgeruht, dann wird dieser Bereich breiter, weil Sie geistig und körperlich in besserem Zustand sind. Selbstvertrauen macht ihn breiter, und wenn man sich davor fürchtet, Dinge anzusehen, wird er schmaler.

Je breiter der Bereich, desto mehr können Sie in einer gegebenen Zeitspanne erreichen.

Wenn ein fähiger und erfahrener Profi mit Ihnen arbeitet, wird der Bereich breiter, weil Sie sich sicherer fühlen und ihm vertrauen, daß er im Fall von Schwierigkeiten diese beseitigen wird.

Wenn man allein arbeitet, wird der Bereich schmaler ; das verlangsamt Ihren Fortschritt. Daher ist es wichtig, Prozesse durchzuführen, die diesen Bereich etwas verbreitern.

Wir hatten schon einige Prozesse, die Ihren Konfront erhöhen sollten, und Sie haben ein paar Techniken gelernt, die Ihnen bei Schwierigkeiten helfen sollten. Beide vergrößern den zugänglichen Bereich. Nun wenden wir uns an einen dritten Faktor : Ihre Bereitschaft, Dinge herauszufinden.

Allgemein betrachtet, gibt es keine Art, wie ein unsterbliches Geistwesen dauerhaft verletzt werden könnte. Daher kann Ihnen kein Wissen wirklichen Schaden zufügen. Aber aus der engen menschlichen Sichtweise kann man sich davor fürchten, Dinge herauszufinden. Also üben wir, erdachten Dingen ins Auge zu sehen, so daß es leichter sein wird, die wirklichen Dinge zu konfrontieren, wenn sie auftauchen.

Sie wollen den Punkt erreichen, an dem es Ihnen wirklich nichts ausmacht, wie beängstigend oder schrecklich eine Idee ist. Stattdessen wollen Sie nur die Wahrheit. Wie Jesus sagte : "Die Wahrheit wird Euch frei machen".

7.1 Bereit sein, etwas herauszufinden

Geben Sie diese Anweisungen abwechselnd. Sie können sich Dinge ausdenken. Sie können Dinge aufgreifen, die möglicherweise wahr sein könnten. Sie können an Dinge denken, von denen Sie sicher sind, daß sie nicht wahr sind, und Sie können erkennen, daß Sie bereit wären, sie herauszufinden, wenn sie sich als wahr herausstellen würden.

Gelangen Sie zu dem Punkt, an dem Sie bereit wären, alles herauszufinden, und sei es noch so schrecklich oder bizarr.

7.1a) Was wären Sie bereit, über sich selbst herauszufinden ?

7.1b) Was wären Sie bereit, über jemand anders herauszufinden ?

7.1c) Was wären Sie bereit, jemand anders herausfinden zu lassen ?

7.2 Etwas herausfinden

Dies ist ein anderer Prozeß über die "Bereitschaft, herauszufinden". Führen Sie ihn so durch wie den ersten.

7.2a) Was wären Sie bereit, über Ihren Körper herauszufinden ?

7.2b) Was wären Sie bereit, über Ihre Freunde und über die, die Sie lieben, herauszufinden ?

7.2c) Was wären Sie bereit, über Gruppen herauszufinden, von denen Sie ein Teil sind oder waren ?

7.2d) Was wären Sie bereit, über die Gesellschaft herauszufinden ?

7.3 Eine fortgeschrittene Version

7.3a) Was sind Sie bereit, über die Realität herauszufinden ?

7.3b) Was sind Sie bereit, jemand anders über die Realität herausfinden zu lassen ?

7.3c) Was sind Sie bereit, andere über die Realität herausfinden zu lassen ?

7.4 Sein

Nun wollen wir dies etwas mehr ausdehnen, und zwar auf weitere Bereiche, in denen es wichtig ist, frei zu denken. Ein Geistwesen im Topzustand kann ganz nach Wunsch irgendetwas sein oder nicht sein.

7.4a) Was sind Sie bereit zu sein ?

7.4b) Was sind Sie bereit, jemand anders sein zu lassen ?

7.4c) Was sind Sie bereit, andere sein zu lassen ?

7.5 Tun

7.5a) Was sind Sie bereit zu tun ?

7.5b) Was sind Sie bereit, jemand anders tun zu lassen ?

7.5c) Was sind Sie bereit, andere tun zu lassen ?

7.6 Haben

7.6a) Was sind Sie bereit zu haben ?

7.6b) Was sind Sie bereit, jemand anders haben zu lassen ?

7.6c) Was sind Sie bereit, andere haben zu lassen ?

7.7 Übereinstimmen und Nichtübereinstimmen

Es ist wichtig, willentlich mit etwas übereinstimmen oder nicht übereinstimmen zu können, und auf keiner dieser Seiten zwanghaft festzustecken. Führen Sie daher die folgenden Anweisungen abwechselnd durch.

Beachten Sie, daß es in Ordnung ist, mit derselben Sache übereinzustimmen oder nicht übereinzustimmen. Sie können bereit sein, es so oder so zu machen, und das ist die Fähigkeit, die wir erreichen wollen.

7.7a) Womit sind Sie bereit, übereinzustimmen ?

7.7b) Womit sind Sie bereit, nicht übereinzustimmen ?

7.7a) Womit sind Sie bereit, jemand anders übereinstimmen zu lassen ?

7.7b) Womit sind Sie bereit, jemand anders nicht übereinstimmen zu lassen ?

7.8 Veränderung

Es ist auch wichtig, daß man Veränderung und Nichtveränderung tolerieren kann.

7.8a) Was wären Sie bereit, zuzulasen, daß es sich ändert ?

7.8b) Was wären Sie bereit, zuzulassen, daß es gleich bleibt ?

7.9 An einem Ort mit vielen Menschen

Hier ist ein weiterer Prozeß, den man in einem Supermarkt oder Bahnhof durchführt oder an einem anderen Ort, an dem man eine Menschenmenge findet.

Wählen Sie Leute aus und denken Sie bei jedem an etwas, das Sie bereit wären, über ihn herauszufinden.

7.10 Die Furcht, etwas herauszufinden

Es ist gesagt worden, daß daß die größte Furcht die Furcht selbst ist.

Furcht vor etwas Unbekanntem ist viel schlimmer als Furcht vor etwas, das man versteht.

Die Furcht vor einer entsetzlichen Wahrheit, die hinter der nächsten Ecke lauert, macht einem Angst, hinzuschauen. Dadurch wird man von Schatten gejagt, die sich auflösen würden, wenn sie nur ans Tageslicht kämen.

Also erzeugen Sie nun selbst ein paar schreckliche Dinge, die Sie herausfinden könnten. Führen Sie dies durch, bis Sie darüber lachen könnten und sich nicht über die Folgen sorgen, irgendetwas Schreckliches zu entdecken.

a) Denken Sie an oder erfinden Sie eine schreckliche "Tatsache", die Sie herausfinden könnten.

b) Was wären die Folgen davon ?

SICH SELBST KLÄREN KAPITEL 8 : HINDERNISSE BEI DER KOMMUNIKATION

Jede Strömung, die etwas Kraft oder Potential hat, kann Druck oder Masse oder Ladung erzeugen, wenn sie blockiert und eingesperrt wird.

Eine der vertrautesten und wichtigsten Strömungen eines geistigen Wesens ist der freie Fluß der Kommunikation.

Wenn dieser behindert oder erzwungen wird, kann es zu Protest, Verstimmungen, Problemen, zwanghaftem Verhalten und anderen Leiden führen.

Aber im Grunde scheinen Kommunikationsbarrieren willentlich gemacht zu werden. Mit anderen Worten, die Person selbst beschließt, Kommunikation einzustellen.

Das bedeutet, daß Sie die Kommunikationsbarrieren durchbrechen können, ohne sich um die Gründe und Hintergründe zu kümmern. Das kann auf der einfachen Basis von mengenweise Kommunikation erfolgen. Wenn Sie genug über Sex reden, werden Sie bezüglich des Redens über Sex Ihre Hemmungen verlieren, sofern die Leute sich nicht gegen Sie wenden, wenn Sie zu reden beginnen ; denn das gäbe Ihnen einen guten Grund, zu beschließen, daß Sie wieder schweigen sollten.

Dadurch ergibt sich ein Problem : es ist erforderlich, daß Sie sicher reden können, wenn Sie durch die Barrieren hindurchstoßen. Sobald Sie sie aufgelöst haben, werden Sie nicht zwanghaft sprechen ; Sie können also überlegt vorgehen und verstimmen ihre Mitmenschen nicht, wenn es nicht sein muß. Aber um sich selbst erst einmal von den Hemmungen zu befreien, müssen Sie die Dinge so wild und ungebremst hervorsprudeln, daß es in einer normalen Unterhaltung im allgemeinen nicht akzeptiert werden würde.

Wenn eine Person jemand anders durch Prozesse hindurchbringt, kann jene einfach auf ungehinderte Weise reden. Der erste hört nur zu und ermutigt die Strömung, bis die Barrieren sich auflösen.

Wenn man an sich selbst arbeitet, kann man sich nur vorstellen, wie man mit Leuten Kommunikation betreibt, und ihnen lange Briefe ohne Hemmungen schreiben, bis man sich bei der Kommunikation vollständig ungehemmt fühlt. Sie schreiben die Briefe, als würden Sie sie wirklich abschicken. Aber sobald Sie sich besser fühlen, müssen Sie das nicht wirklich tun. Ihr Stapel Briefe wächst also immer höher, bis Sie plötzlich einen großen Seufzer der Erleichterung machen und das Gefühl haben, daß Sie völlig ungehemmt sprechen können, wann immer Ihnen danach ist.

Und Sie lassen dies auch anders herum ablaufen, indem Sie Briefe von ihnen an Sie anfertigen. Sie schreiben sie Stelle der anderen und machen dies so wild und frech wie Sie können. Denn wenn Sie sich selbst von Hemmungen in diesem Bereich befreien, müssen Sie auch bereit sein, daß jeder andere Ihnen und auch jedem anderen alles sagt. Die durchschnittlichen Leute haben Hemmungen bei der Kommunikation in beiden Richtungen, und sie hindern auch andere daran, zu anderen zu sprechen.

Wenn Sie fertig sind, sollten Sie kein Bedürfnis haben, andere zu schockieren oder zu überwältigen, indem Sie ihnen Dinge sagen, die sie nicht konfrontieren können. Wenn Sie ein Verlangen hiernach haben, dann haben Sie diese Prozesse nicht lange genug durchgeführt und Sie sollten zurückgehen und sie zu Ende führen.

Beachten Sie, daß wir in diesem Kapitel nur daran interessiert sind, Behinderungen und Hemmungen freier Kommunikationen loszuwerden. Um positive Fähigkeiten und praktische Übungen geht es im nächsten Kapitel.

8.1 Der Körper

Nun schreiben Sie einen Brief an eine Person in Ihrer Vorstellungskraft. Beschreiben Sie persönliche und intime Einzelheiten Ihres Körpers. Sie sollten das wirklich aufschreiben und nicht nur in Ihrem Kopf durchdenken. In diesem Fall geht es mehr um die Menge als um die Qualität.

Nun schreiben Sie einen Brief von dieser Person in Ihrer Vorstellungskraft an Sie, die Ihren Brief bestätigt und dann persönliche und intime Einzelheiten über deren Körper beschreibt.

Schreiben Sie Briefe hin und her. Beziehen Sie auch peinliche Einzelheiten mit ein und Dinge, die Sie normalerweise niemandem sagen würden. Behandeln Sie persönliche Angewohnheiten, auch schlechte, Einzelheiten aus dem WC, und alles andere, das Ihnen einfällt und mit Ihrem Körper zu tun hat.

Führen Sie das durch, bis Sie das Gefühl haben, daß Sie alles zu diesem Thema sagen oder anhören könnten, ohne daß es Ihnen etwas ausmacht.

8.2 Sex

Schreiben Sie jetzt über Sex, sowohl im Allgemeinen als auch Ihre eigenen Wünsche und Handlungen.

Schreiben Sie wieder Briefe hin und her, bis Sie frei sind, zu diesem Thema Kommunikation zu betreiben.

8.3 Gesellschaftliches

Schreiben Sie nun über Ihre zwischenmenschlichen Beziehungen mit anderen Leuten. Das umfaßt die Arbeit, Gruppen, die Gesellschaft und alle anderen gegenseitigen Beziehungen mit Menschen. Hier sollten Sie peinliche Erlebnisse mit einschließen ; was Sie getan haben und was andere nicht wissen sollen ; was Sie sich fürchten, in der Öffentlichkeit zu sagen ; Kritik, die Sie nicht wagen, auszusprechen, usw.

Schreiben Sie wieder Briefe hin und her, bis Sie frei sind, zu diesem Thema Kommunikation zu betreiben.

8.4 Wünsche usw.

Schreiben Sie nun über das, was Sie mögen und nicht mögen, vor allem über das, was Sie nicht gern aussprechen, weil es bei anderen nicht gut ankommt. Und schreiben Sie über Ihre Wünsche, sowohl niedrige als auch edle. Und schreiben Sie über alle tiefen Überzeugungen, die Sie in der Öffentlichkeit nicht gern aussprechen möchten.

Schreiben Sie wieder Briefe hin und her, bis Sie frei sind, zu diesem Thema Kommunikation zu betreiben.

8.5 Menschen

Wählen Sie nun einzelne Menschen aus, mit denen Sie in enger Verbindung stehen oder standen und wo es behinderte Kommunikation geben könnte. Das kann Eltern, Kinder, Ehepartner, Geliebte, enge Freunde usw. beinhalten.

Schreiben Sie an jeden einzelnen Briefe und auch Antwortbriefe von ihnen, in denen Sie alle behinderten Kommunikationen zum Ausdruck bringen oder alles, von dem Sie fühlen, daß es ausgesprochen werden sollte, oder jede allgemeine Diskussion gemäß der obigen Abschnitte 8.1 bis 8.4 . Machen Sie das, bis Sie fühlen, daß Sie keine Zwänge oder Hemmungen bezüglich der Dinge haben, die Sie ihnen sagen oder von ihnen hören könnten.

8.6 Berufe

Wählen Sie nun verschiedene Rollen oder Berufe aus, die Leute sein können, was bei Ihren Kommunikationen Hemmungen auslösen könnte.

Wählen Sie etwa Chefs, Lehrer, Polizisten, Richter, Priester, Verkäufer, Politiker, usw.

Schreiben Sie wieder - individuell für jede Rolle oder Beruf - Briefe hin und zurück. Sagen Sie darin alles, was gesagt werden sollte oder zurückgehalten worden war usw. oder alles gemäß der obigen Abschnitte 8.1 bis 8.4 .

8.7 An einem Ort, wo viele Menschen sind

Gehen Sie nun an einen Ort, wo viele Menschen sind. Führen Sie jeden dieser Schritte einzeln durch, bis Sie sich gut darüber fühlen. Sollten Sie damit Schwierigkeiten haben, führen Sie die Schritte für eine kurze Zeit reihum durch, anstatt bei einem einzigen Schritt hängenzubleiben.

8.7.1 Wählen Sie Leute aus und stellen Sie sich etwas vor, daß Sie zu jedem von ihnen sagen könnten. Es kann frech oder zusammenhanglos sein.

8.7.2 Wählen Sie Leute aus und stellen Sie sich etwas vor, von dem Sie bereit wären, daß die Leute es zu Ihnen sagen. Auch das kann frech oder ohne Zusammenhang sein.

8.7.3 Wählen Sie je zwei Leute aus ( nicht unbedingt solche, die zusammen gehören oder miteinander reden ) und stellen Sie sich etwas vor, das einer dem anderen sagen könnte.

8.8 Wirkliche Freiheit

Dies ist der letzte Prozeß dieses Kapitels. Führen Sie dies durch, bis die letzten Hemmungen sich auflösen und Sie das Gefühl haben, daß Sie frei kommunizieren können.

Diese 3 Anweisungen werden abwechselnd gegeben. Die Betonung liegt darauf, Dinge zu finden, über die Sie bereit sind, zu reden, aber Sie sollten nichts vermeiden.

Zu dieser Zeit sollten Sie soweit sein, daß Sie durch Ihre Entscheidung alle verbleibenden Hindernisse durchbrechen. Aber wenn etwas als eine wirkliche Hemmung steckenbleibt, die sich nicht auflöst, dann unterbrechen Sie diesen Prozeß ; schreiben Sie weitere Briefe in dem Bereich der Schwierigkeiten. Dann gehen Sie zu diesem Prozeß zurück und beenden ihn.

Die Anweisungen sind :

8.8a) Was wären Sie bereit, jemand anders zu sagen ?

8.8b) Was wären Sie bereit, jemand anders zu Ihnen sagen zu lassen ?

8.8c) Was wären Sie bereit, jemand anders zu anderen sagen zu lassen ?