SICH SELBST KLÄREN KAPITEL 9 : MEHR ZUM THEMA KOMMUNIKATIONEN
Wir haben einige Hindernisse beiseite geräumt, die der freien Kommunikation im Weg standen. Nun ist es an der Zeit zu betrachten, wie Kommunikation funktioniert.
In ihrer einfachsten Form wird bei der Kommunikation etwas von einem Ausgangspunkt zu einem Empfangspunkt projiziert. In gewisser Weise könnte man alle Bewegungen von Teilchen oder alle Energieströmungen als Kommunikationen von einem Ort zu einem anderen auffassen.
Aber hier geht es um Kommunikationen, die von einem lebendigen Wesen ausgesandt wurden. Dies beinhaltet inbesondere, daß die Kommunikation hier und jetzt gemäß dem Willen des aussendenden Individuums erschaffen und projiziert wird. Dies ist etwas besonderes. denn vieles von dem, was wir wahrnehmen, ist alt und seit langer Zeit vorhanden.
Wir können uns hier mit vielen nützlichen Dingen beschäftigen. Wir greifen eines nach dem anderen auf, und führen dazu Übungen durch. Selbst mit nur ein wenig Arbeit in diesem Bereich kann sich das Leben bedeutend verbessern, weil dies ein sehr wesentlicher Teil der zwischenmenschlichen Beziehungen ist.
9.1 Absicht projizieren
Der einfachste und mächtigste Faktor, eine Kommunikation wirklich hinüber zu bekommen, besteht im Projizieren oder in der Absicht, sie über die Entfernung zu dem Punkt, der sie erhalten soll, hinzubringen.
Interessanterweise sind Wörter und mechanische Funktionen von zweitrangiger Bedeutung, verglichen mit der Absicht selbst. Sie können andere Wörter sagen und doch verstehen die Leute, was Sie meinen, wenn Ihre Absicht stark genug ist. Sie können in einer geräuschvollen Umgebung flüstern und der von Ihnen beabsichtigte Empfänger hört Sie. Wenn man Fähigkeiten in diesem Bereich entwickelt, können seltsame und wunderbare Dinge geschehen.
Wenn man diese Übungen einfach nur liest, könnten Sie dumm oder trivial erscheinen. Sie sind es nicht, aber Sie müssen sie ausprobieren, um die Auswirkung zu verstehen.
9.1.1
Wählen Sie einen Gegenstand im Zimmer aus und beginnen Sie, dazu laut "Hallo" zu sagen. Beachten Sie den Punkt im Raum, in den Sie jedes "Hallo" projizieren. Zielen Sie absichtlich so, daß einige "Hallo's" vor oder hinter dem Gegenstand landen oder rechts oder links daneben. Dann zielen Sie genau und lassen Sie das "Hallo" in der Mitte des Gegenstands landen.
Wählen Sie einen anderen Gegenstand aus und wiederholen Sie das Ganze.
Konzentrieren Sie sich darauf, das "Hallo" unter Ihrer Kontrolle zu speziellen Orten hinzubringen. Dabei sollten Sie sich bewußt sein, wo sich der spezielle Ort befindet, in den Sie projizieren.
Setzen Sie dies fort, bis Sie es beherrschen, Ihre Absicht an spezielle Orte zu projizieren.
Beachten Sie, daß wir hier die aktive und nicht die passive Definition von Absicht betrachten. Mit anderen Worten, dies ist die Bedeutung, daß man etwas beabsichtigt, das geschehen soll. Es geht nicht darum, über die eigenen Absichten oder Motive zu sinnieren.
9.1.2
Nun schauen Sie zügig im Zimmer umher, wählen Gegenstände aus und sagen "Hallo" zu ihnen, wobei die Absicht jedesmal direkt in der Mitte des Gegenstandes landen soll.
Wenn Sie das Gefühl haben, daß ein "Hallo" nicht ankam und nicht wirklich in dem Gegenstand landete, dann sagen Sie zu einem anderen Gegenstand "Hallo" und gehen dann zurück zu dem Gegenstand, bei dem es nicht geklappt hatte. Kämpfen Sie nicht damit, Ihre Absicht zu korrigieren. Mit anderen Worten, gehen Sie rasch und zuversichtlich voran und nur dann zurück, wenn es erforderlich ist. Tun Sie dies, bis Sie zufrieden sind, daß Sie alles recht gut erreicht haben.
9.1.3
Nun denken Sie sich ein unsinniges Wort aus und geben Sie ihm die Bedeutung von "Hallo". Sagen Sie dieses Wort, aber lassen Sie die Absicht "Hallo" in den Gegenständen landen.
Als nächstes benutzen Sie irgendwelche Wörter die andere Bedeutungen haben, aber sagen Sie sie zu den Gegenständen mit der Absicht, daß sie "Hallo" bedeuten.
Tun Sie dies, bis Sie Ihre mentale Absicht von den ausgesprochenen Wörtern trennen können und eine Absicht unabhängig von den Geräuschen, die Sie benutzen, projizieren können.
9.1.4
Rufen Sie nun Gegenständen "Hallo" zu, bis Sie fühlen, daß alle Barrieren, die Sie bezüglich des Projizierens von Kraft haben, überwunden sind.
Dann flüstern Sie Gegenständen "Hallo" zu, während Sie eine starke Absicht projizieren.
Falls erforderlich, wechseln Sie jeweils einige der obigen Schritte ab, bis Sie beim Flüstern eine so starke Absicht aufrechterhalten können wie beim Rufen.
9.1.5
Nun projizieren Sie die Absicht "Hallo" schweigend in Gegenstände. Es geht darum, die Absicht in den Gegenstand zu bekommen und sie nicht nur einfach im Kopf zu denken.
Sagen Sie ab und zu ein paar Mal laut "Hallo" zu den Gegenständen, und setzen Sie wieder die lautlose Absicht fort. Tun Sie dies, bis Sie die Stärke Ihrer Absicht sogar dann aufrechterhalten können, wenn Sie schweigen.
Wie bei allen diesen Übungen projizieren Sie ihre Absicht in verschiedene Gegenstände, wobei Sie genau die Stellen treffen, auf die Sie zielten.
9.1.6
Es kann ermüdend sein, immer nur in eine Richtung zu drücken. Kommunikationen und Absichten müssen sich nicht in beide Richtungen bewegen, aber sie sind angenehmer, wenn sie es tun.
Um das auszugleichen, richten Sie die Absicht "Hallo" schweigend in jeden Gegenstand ; stellen Sie sich dann vor, daß jeder Ihnen mit "Danke" antwortet, wobei die Absicht sich vom Gegenstand zu Ihnen bewegt.
Setzen Sie das fort, bis Sie sich wohl fühlen.
Machen Sie sich klar, daß Sie es in Wirklichkeit selbst sind, der die Absicht der zurückgegebenen Kommunikation hervorbringt.
9.1.7
Versuchen Sie diese Dinge in der täglichen Kommunikation. Sagen Sie etwas mit einer starken geistigen Absicht. Experimentieren Sie auch ein bißchen damit, gar keine Absicht hinter das zu legen, was Sie sagen. Oder benutzen Sie eine andere Absicht als die Wörter, die Sie benutzen. Beobachten Sie, wie die Leute reagieren und sehen Sie, was Sie beobachten können.
Beachten Sie, daß sehr starke Absichten dazu neigen, als Befehl zu wirken.
Und nehmen Sie zur Kenntnis, daß Leute oft nicht ausgesprochene Absichten fühlen, aber sich entscheiden, sie zu ignorieren.
Wenn Sie dabei sehr gut sind, können Sie manchmal einen Kellner mit einer lautlosen Absicht dazu bringen, sich umzudrehen. Aber diese Leute haben so viel Übung darin, die Rufe von Kunden zu ignorieren, daß es sehr einfach für sie ist, eine lautlose Absicht zu ignorieren. Selbst wenn Sie sehen können, daß sie reagieren, geben sie bewußt keine Antwort. Es ist aber festzustellen, daß man ihre Aufmerksamkeit oft mit einem lautlosen Flüstern quer durch einen geräuschvollen Raum erreichen kann. Sie reagieren gut darauf, weil dies neu für sie ist ; es umgeht ihre massiven geistigen Abschirmungen, die sie sich dagegen aufgebaut haben, ständig von den Kunden bedrängt zu werden. Je leichter Sie vorgehen, desto besser ist die Reaktion, die Sie erzielen.
9.2 Bestätigungen
Wenn jemand entschlossen ist, eine Kommunikation herüberzubringen, dann wird er sich bemühen und diese immer stets wiederholen, bis er sieht, daß sie empfangen wurde.
Wenn seine Beobachtungsgabe gering ist, ist es schwer für ihn zu erkennen, daß die Kommunikation empfangen wurde, sofern er nicht irgendeine Bestätigung dafür erhielt.
Außerdem sind viele Dinge, die Leute tun oder zwanghaft oder automatisch erschaffen, nur alte Versuche, etwas mitzuteilen, was niemals richtig bestätigt wurde.
Bei der alltäglichen Unterhaltung laufen die Kommunikationen oft reibungsloser ab, wenn alle Beteiligten Bestätigungen austauschen und Kommunikationen selbst hervorbringen.
Man kann viele Dinge sagen, um eine Kommunikation zu bestätigen. Manchmal möchten Sie nur herüberbringen, daß Sie es gehört haben. Zu anderen Zeiten wollen Sie auch Übereinstimmung mitteilen. Beachten Sie, daß Sie nicht einer Meinung sein müssen, um etwas zu bestätigen. Man kann dem Sprecher zumindest das Gefühl geben, daß er seine Botschaft herübergebracht hat.
Als Bestätigung könnten Sie Dinge sagen wie "gut", "fein", "danke", "ich habe das verstanden", "ich habe das gehört", "in Ordnung" usw.
Bestätigungen können die eigenen Gefühle mitteilen oder einfach nur ein reiner und vollständiger Abschluß der Kommunikation sein, ohne daß darin irgendeine Bewertung der Aussage enthalten ist.
Wenn Sie mit einer scheinbaren Bestätigung ein Gefühl von Sarkasmus oder Kritik herüberbringen, weisen Sie die Kommunikation in Wirklichkeit zurück und bestätigen sie nicht. Das kann Verstimmungen auslösen. Wenn Sie mit etwas nicht übereinstimmen, sollten Sie besser eine reine Bestätigung geben ( so daß derjenige weiß, daß Sie das Gesagte verstanden haben ) ; dann erklären Sie Ihre Nichtübereinstimmung, statt ihn direkt mit Ihrer Kritik anzugreifen.
Wenn Sie an jemand anderem Prozesse durchführen, soll derjenige sich selbst mit den Dingen beschäftigen, ohne daß Sie Ihren eigenen Senf dazugeben. Üben Sie daher die Verwendung von reinen Bestätigungen, die keine Bewertung beinhalten. Bei der gewöhnlichen Unterhaltung wird aber oft mehr Entgegnung erwartet. Doch wenn jemand Ihnen etwas anvertraut, das ihn bedrückt, so wäre es weise, wenn Sie ihm eine reine Bestätigung geben ; dann kann er loswerden, was er zu sagen hat.
Eine Bestätigung kann ein abschließender und vollständiger Stop sein oder eine einfache Bestätigung der betreffenden Kommunikation oder eine teilweise ( oder halbe ) Bestätigung, die denjenigen ermutigt, weiterzusprechen. Diese Varianten können alle geübt werden.
9.2.1
Stellen Sie sich vor, daß Gegenstände im Zimmer "Hallo" zu Ihnen sagen, und bestätigen Sie jeden, indem Sie "danke" laut aussprechen. Richten Sie die Bestätigung genau in den Gegenstand, so wie Sie es bei den Übungen der Absicht im vorigen Abschnitt gemacht haben.
9.2.2
Sie können mit zu viel Kraft bestätigen. Das beendet nicht nur den Zyklus der Kommunikation, sondern beinhaltet auch einen zusätzlichen Schub, der denjenigen überwältigen kann, mit dem Sie sprechen.
Sie können auch zu schwach bestätigen ( damit ist nicht eine Halbbestätigung gemeint, die jemanden ermutigen soll, weiterzureden ; hier geht es einfach um eine zu schwache Bestätigung ).
Lassen Sie sich von Gegenständen "Hallo" sagen. Üben Sie, den Gegenständen Über- und Unterbestätigungen zukommen zu lassen. Geben Sie ihnen einige Überbestätigungen mit zuviel Kraft ( schreiend oder dergleichen ), dann ein paar zu schwache und dann ein paar korrekte. Führen Sie dies ein paar Mal durch, bis Sie es beherrschen ; beenden Sie es mit guten Bestätigungen.
9.2.3
Nun lassen Sie sich von Gegenständen "Hallo" sagen und bestätigen Sie sie schweigend.
9.2.4
Lassen Sie sich von Gegenständen "Hallo" sagen und üben Sie hörbar, mit verschiedenen Einstellungen der Übereinstimmung und Nichtübereinstimmung zu bestätigen. Geben Sie ab und zu auch ein paar reine Bestätigungen. Setzen Sie dies fort, bis Sie es beherrschen ; geben Sie zum Abschluß ein paar reine Bestätigungen.
9.2.5
Nun üben Sie teilweise Bestätigungen wie folgt :
Lassen Sie sich von einem Gegenstand "Hallo" sagen. Geben Sie ihm eine unvollständige oder weiterführende Bestätigung, die ihn ermutigt, mehr zu sagen. Das könnte eine normale Bestätigung sein, die auf weiterführende Weise gesagt wird, oder sogar ein fragendes "aha ?". Dann stellen Sie sich vor, daß der Gegenstand sagt "das Wetter ist schön", und geben Sie eine Vollbestätigung. Wählen Sie einen anderen Gegenstand und führen Sie dasselbe durch, bis Sie es beherrschen.
9.2.6
Probieren Sie das bei Ihren täglichen Gesprächen aus. Experimentieren Sie wieder ein wenig und beobachten Sie die Ergebnisse.
Oft kann man schwierige Situationen entschärfen, indem man sehr vollständig und vorbehaltlos bestätigt, ohne sonst etwas zu sagen oder vorzubringen. Reagieren Sie auf alles, sogar auf Fragen, indem Sie immer wieder deutlich und selbstbewußt etwas sagen wie "vielen Dank, ich habe verstanden, was Sie sagten". Jede starke Bestätigung hat die Neigung, die Aktion zu beenden, die der andere dort hinsetzt. Der andere muß dies dann immer neu starten.
Dieser Trick, immer weiter zu bestätigen, ohne selbst etwas zu äußern, wirkt hervorragend als Abwehr gegen Verkäufer. Verlassen Sie sich nicht darauf, wenn Gewalt droht, aber manchmal funktioniert es ; beurteilen Sie die Situation selbst. Beim Umgang mit Polizisten kann es Ihnen mitunter helfen, eine Standpauke statt eine Geldbuße zu bekommen. Aber erwarten Sie nicht, daß es bei jemandem wirkt, der beabsichtigt, seine Pflicht zu tun.
9.3 Alles zusammen verwenden
Nun fassen wir all dies zusammen. Wir üben, jemandem eine Frage zu stellen, eine Antwort zu erhalten und diese zu bestätigen.
Hierfür benötigen wir lebendige Menschen und einen einfachen Trick, der uns einen Vorwand liefert, eine nicht beleidigende Frage zu stellen. Die einfachste Art, dies zu tun, ist eine Umfrage.
Nehmen Sie ein Klemmbrett und befestigen Sie darauf einen Notizblock. Falls nötig, üben Sie, ihm Stehen darauf zu schreiben. Es wird einfacher, wenn Sie professionell aussehen und sich entsprechend anziehen ( passend zum Ort und zu den verwendeten Fragen ).
Erfinden Sie ein paar Umfragen. "Welchen Film haben Sie zuletzt gesehen ?" und "Gefiel er Ihnen ?" werden meist gut funktionieren, sofern sie zu dem Ort passen, an dem Sie die Umfrage durchführen.
Wenn Sie die Frage stellen, müssen Sie an der Antwort interessiert sein. Sie sollten eine Frage verwenden, durch die Sie etwas Begeisterung wecken. Und denken Sie daran, daß dies eine Gelegenheit ist, um die Menschen etwas besser kennenzulernen. Daher sollten Sie wirklich daran interessiert sein, was sie zu sagen haben. Dies ist eine gute Übung, um bei gesellschaftlichen Treffen gut zurechtzukommen ; denn Leute mögen es, wenn jemand an dem interessiert ist, was sie zum Besten geben.
Sie können dies ruhig als eine echte Umfrage durchführen und die Ergebnisse nachher wirklich zusammenzählen. Dafür müssen Sie auch die Antworten richtig aufschreiben ( die Leute werden verärgert, wenn Sie das nicht tun ). Und Sie kennen dann die Ergebnisse und können wissend antworten, wenn Sie später einem der befragten Leute begegnen und gefragt werden. Auf diese Weise könnte es auch mehr Spaß machen.
Wenn Sie jemand fragt, können Sie sagen, daß Sie dies für einen Kurs machen, an dem Sie teilnehmen. Wer Psychologie, Marketing oder statistische Analyse studiert, macht so etwas regelmäßig. Sie müssen nicht vorgeben, daß Sie eine offizielle Umfrage für irgendeine Firma durchführen.
Gehen Sie an einen belebten Ort. Wählen Sie eine Person aus, gehen Sie zu ihr und fragen Sie sie, ob Sie mit ihr eine Umfrage durchführen können. Bestätigen Sie die Antwort, und wenn derjenige bereit ist, dann stellen Sie ihm die erste Frage ; bestätigen Sie sie, stellen Sie die zweite Frage und bestätigen Sie sie. Notieren Sie die Antworten. Danken Sie dieser Person für ihre Zeit und gehen Sie zur nächsten.
Wenn sie viel zu erzählen haben, können Sie sie mit unvollständigen Bestätigungen ermutigen.
Wenn Sie jemandem zu früh eine zu starke Bestätigung geben, dann bekommt er das Gefühl, daß Sie ihn am Kommunizieren hindern wollen - oder daß Sie nicht verstanden haben, was er zu sagen versuchte. So jemand neigt dazu, sich zu wiederholen und langatmig darüber zu reden. Man bezeichnet dies als eine vorzeitige Bestätigung. Versuchen Sie, diese zu vermeiden ; wenn Sie diese doch geben, müssen Sie mit den Folgen leben. Ihr Ziel ist, die Kommunikationen klar und vollständig zu hören und sie zum richtigen Zeitpunkt mit der richtigen Stärke zu bestätigen, um sie gut abzuschließen.
Wenn jemand etwas anderes äußert, statt zu antworten, dann lassen Sie ihn es sagen ; bestätigen Sie ihn vollständig. Gehen Sie darauf ein, falls nötig ( vielleicht wollte er die Uhrzeit oder die Richtung wissen ), und wiederholen Sie Ihre Frage. Wenn jemand sich als lästig oder gefährlich erweist, dann verwenden Sie Bestätigungen und werden ihn auf sanfte Weise los.
9.4 Zusammenfassung
Es gibt viele Dinge, die in diesem Zusammenhang geübt werden können. Der Kommunikationskurs der Scientology bewirkt hier einiges, aber dafür muß man die Übenden paarweise zusammenstellen, so daß der eine den anderen trainieren kann. In einigen Bereichen sind wir hier weiter gegangen und in anderen nicht so weit, da dieses Buch Übungen für eine einzelne Person enthält.
Denken Sie daran, daß dieses Buch nur ein Anfang ist. Die Themen jedes Kapitels können weiter vertieft werden.
SICH SELBST KLÄREN KAPITEL 10 : DER FAKTOR DUPLIKATION
Es gibt zwei Arten von Duplikation, die uns an dieser Stelle interessieren.
Die erste besteht darin, eine Tätigkeit zu duplizieren - mit anderen Worten, die selbe Sache immer wieder zu tun oder zuzulassen, daß sie immer wieder geschieht. Die zweite ist die Fähigkeit, zu duplizieren ( Anm. d. Übers.: ein genaues Duplikat, eine genaue Kopie machen ), was kommuniziert wird oder wie der Gesichtspunkt eines anderen ist.
Beides ist wichtig und oft mit ähnlichen Schwierigkeiten behaftet.
Wenn jemand unter unerwünschten Erlebnissen gelitten hat, dann möchte er nicht, daß diese Dinge noch mal geschehen. Schließlich verallgemeinert und assoziiert er zu viel und entwickelt eine allgemeine Ablehnung dagegen, daß Ereignisse sich wiederholen.
Außerdem haben wir schon viele viele Leben gelebt, und in einigen waren wir Sklaven und mußten immer wieder die selben Aufgaben erledigen. Das ist recht unerfreulich und so lehnen wir es noch mehr ab, Dinge zu duplizieren oder zu wiederholen.
Außerdem wurden wir im langen Lauf unserer Existenz durch faule Tricks zu dem Glauben verleitet, daß man seine eigene Identität und Individualität verliert, wenn man den Gesichtspunkt eines anderen zu gut dupliziert.
In der Praxis ist das Duplizieren eine wichtige und notwendige Fähigkeit. Das funktioniert stets zu unserem Vorteil. Sie müssen duplizieren, um zu kommunizieren und wahrzunehmen. Sie müssen die Gesichtspunkte anderer Leute duplizieren, so daß Sie mit ihnen zurechtkommen können. Sie brauchen die Fähigkeit, Tätigkeiten zu duplizieren, um sich um die Dinge zu kümmern und sie zu expandieren, die Sie gerne um sich haben. Und Sie müssen imstande sein, unerwünschte Dinge zumindest kurzfristig zu duplizieren, um sie zu akzeptieren und zum Abschluß zu bringen, so daß sie damit erledigt sind.
Die Fähigkeit ist immer nützlich. Während der langen Zeiten, in denen wir uns dümmlicherweise bekämpften, wurde sie jedoch stets blockiert und eingeschränkt.
10.1 Bereitschaft
Wir beginnen mit einem einfachen Prozeß. Geben Sie die Anweisungen abwechselnd.
10.1a) Was wären Sie bereit, noch einmal geschehen zu lassen.
10.1b) Was wäre ein anderer bereit, noch einmal geschehen zu lassen.
10.1c) Was wären andere bereit, noch einmal geschehen zu lassen.
10.2 Buch und Flasche
Wählen Sie zwei Gegenstände aus, die sich nicht ähnlich sind. Ein Buch und eine Flasche sind gut geeignet. Stellen Sie sie auf einen Tisch, so daß sie mindestens einen Meter voneinander entfernt sind.
Nehmen Sie das Buch in die Hand. Nehmen Sie sein Gewicht, seine Temperatur und seine Farbe wahr. Legen Sie es an den selben Platz zurück. Dann nehmen Sie die Flasche in die Hand. Nehmen Sie ihr Gewicht, ihre Temperatur und ihre Farbe wahr. Legen Sie sie an den selben Platz zurück.
Wiederholen Sie dies immer wieder, aber wiederholen Sie es nicht als eine automatische Handlung. Versuchen Sie stattdessen, es jedesmal so zu tun, als wäre es das allererste Mal.
Hierbei wird versucht, die Gewohnheit zu brechen, daß man die Vergangenheit mit in die Gegenwart zieht. Auch soll die Neigung überwunden werden, wiederholte Tätigkeiten automatisch ablaufen zu lassen.
Es ist nichts verkehrt damit, etwas automatisch ablaufen zu lassen, wenn Sie sich dazu entscheiden ; aber S
Es folgt eine stark vereinfachte Version der Skala. Wenn es Sie interessiert, schauen Sie sich die oben genannten Texte und weitere Bezugsmaterialien von Hubbard und anderen an ; dort finden Sie mehr Informationen, erweiterte und ausführlichere Versionen der Skala, verschiedene praktische Anwendungen usw. Diese Version ist jetzt für unsere Zwecke ausreichend.
BEGEISTERT
KONSERVATIV
GELANGWEILT
FEINDSELIG
WÜTEND
VERSTECKT FEINDSELIG
ÄNGSTLICH
TRAURIG
APATHISCH
Um sich selbst mit dieser Skala vertraut zu machen und Ihre Emotionen besser zu meistern, gehen Sie an einen Ort mit vielen Leuten wie oben bei Schritt 10.5 . Schauen Sie sich um, wobei Sie jede der Emotionen annehmen. Beginnen Sie bei Apathie und arbeiten Sie sich bis Begeisterung hoch. Bei jeder Emotion nehmen Sie Dinge wahr, während Sie die Emotion empfinden. Tun Sie dies, bis Sie sich gut darüber fühlen.
Mit anderen Worten, zuerst schauen Sie sich apathisch um. Nehmen Sie Dinge wahr, fühlen Sie sich diesbezüglich apathisch und denken Sie darüber apathisch. Dann schauen Sie sich um und fühlen Traurigkeit, usw.
Falls erforderlich, wiederholen Sie die gesamte Skala mehrmals von unten nach oben, bis Sie bequem die Kontrolle darüber haben.
10.7 Wie man die Emotionsskala benutzt
Eine wertvolle Technik, um mit jemandem Kommunikation aufzunehmen, besteht darin, sich an seine Emotion anzugleichen. Noch interessanter ist es, wenn Sie seine Emotion annehmen und sich dann langsam aufwärtsbewegen, wobei Sie die Emotionen in der richtigen Reihenfolge durchlaufen. So können Sie jemanden mit Ihnen nach oben bewegen. Jemand, der ängslich oder niedergeschlagen ( apathisch ) war, kann so in einen angenehmeren Zustand gebracht werden.
Sie könnten sich zum Beispiel an jemanden angleichen, der wütend ist. Seien Sie aber nicht auf diese Person wütend, sondern schließen Sie sich seiner Wut an, die sich auf ein anderes Ziel richtet. Und dann bewegen Sie sich nach und nach zu einem Gefühl der Feindseligkeit empor ; das ist eine respektlose und sarkastische Einstellung, statt einem wütenden Gefühl. Bewegen Sie sich dann schrittweise darauf zu, daß die ganze Sache langweilig ist, usw.
Aber es ist nicht so einfach, wie es klingt, sich dem emotionellen Zustand einer Person wirklich anzugleichen. Leute halten einen gesellschaftlichen Schein aufrecht. Sie tun so, als wären sie wütend, während sie tatsächlich ängstlich sind. Sie geben vor, heiter zu sein, während sie sich innerlich sehr über jemanden ärgern.
Also sprechen Sie ein wenig auf den verschiedenen Emotionsstufen und halten danach Aussschau, wann jemand plötzlich sehr stark mit Ihnen übereinstimmt. Gehen Sie dabei eher sanft vor, aber drücken Sie eine Einstellung aus, die zu jeder Emotion paßt. Sagen Sie Dinge wie "es ist so gefährlich, nachts durch die Straßen zu gehen" ( Angst ) oder "wie eintönig das Leben doch ist" ( Langeweile ). Beachten Sie, daß die meisten Leute begeisterungslos mit etwas übereinstimmen werden, von dem sie denken, sie müßten damit übereinstimmen, oder das in ihre Weltanschauung paßt - selbst wenn es ihrer derzeitigen Stimmung nicht entspricht. Doch Sie suchen nach etwas, daß sie plötzlich mitreißt, wenn sie darüber reden. Genau da befinden sie sich gerade.
Und denken Sie daran, daß Leute sich auf dieser Skala verändern und bewegen. Wenn Sie zu jemandem sprechen, könnte er ungewöhnlich niedergeschlagen oder besonders hochgestimmt sein. Leute haben oft eine chronische Emotion, die sie gern als eine Lösung ihrer Lebensprobleme benutzen. Aber diese zeigt sich nicht immer.
Sie sollten dies nun in gewöhnlicher Unterhaltung ausprobieren. Versuchen Sie, die emotionalen Stufen der Leute zu erkennen. Probieren Sie auch, sie emotional nach oben zu bringen, falls es Ihnen gelingt.
Das kann Spaß machen und ist interessant. Es ist eine sehr praktische Tätigkeit, bei der man die Gesichtspunkte anderer dupliziert ; deren emotionale Einstellung ist ein wichtiger Faktor dabei, wie sie die Dinge sehen.
Üben Sie das wirklich gründlich. Dabei werden die verschiedenen Dinge zum tragen kommen, mit denen wir uns in de